Erstellt am 08. April 2016, 05:04

Stonehenge-Steine: Netzl-Zahlen stimmen nicht. Netzl (LaB): Trilithen kosten 70.000 .

70.000 Euro kostet so ein Trilith, behauptet Gemeinderat Netzl. 2.400 Euro sagt Museumsdirektor Pacher.  |  NOEN, Pfabigan

"Wir sollten nichts mehr in das Nitsch-Museum einzahlen, damit könnten wir schon mal 220.000 Euro im Jahr sparen!" LaB-Gemeinderat Erwin Netzl fand in der Rechnungsabschluss-Diskussion eines seiner Lieblingsthemen wieder, die er schon besetzte, als er noch FPÖ und später wilder Gemeinderat war.

„Die kaufen von unseren 220.000 Euro die Stonehenge-Steine, die in den Kreisverkehren stehen. Die kosten 70.000 Euro. Bestellt wurden sie in Salzburg, obwohl das auch eine Mistelbacher Firma machen hätte können!“, behauptete er im Gemeinderat.

Kreisverkehr: Stonehenge-Steine aus Deutschland

Die NÖN machte den Fakten-Check und fragte im MAMUZ nach: „Auf knappe 70.000 Euro kommt man, wenn man die Kosten für die Steinrepliken in der Ausstellung und die drei Trilithen in den Kreisverkehren zusammenzählt“, sagt MAMUZ-Chef Matthias Pacher:

Eine Steingruppe in den Kreisverkehren an den Stadteinfahrten hätte 2.400 Euro gekostet, hergestellt wurden die in Deutschland: „Ich bin auf diese Firma aufmerksam geworden, weil die so etwas schon einmal für ein Springreitturnier gemacht haben. Da die Pläne schon vorhanden waren, war die Produktion einfach und schnell“, sagt Pacher.

Anders sei das bei den Riesensteinen in der Ausstellung: Die sind nach Originalmaß der Steine in Stonehenge aus einem Rohling gefräst: „Wir haben uns einige Firmen angesehen, die Salzburger hatte die größte Erfahrung mit solchen Arbeiten.“ Die Steinrepliken sind so gefertigt, dass sie problemlos ab- und wieder aufgebaut werden können, wenn die Ausstellung an einem anderen Ort präsentiert wird. Denn, so die Pläne: Die Ausstellung soll an andere Museen verkauft werden und so die Produktionskosten einspielen.