Erstellt am 28. Dezember 2015, 07:42

von Jutta Hahslinger

Straßenwalze wurde Dieb zum Verhängnis. Mit dem Beuteverkauf aus Diebstählen im Weinviertel hielt sich Pole über Wasser und bestritt über Jahre seinen Lebensunterhalt.

 |  NOEN, Symbolbild Gregor Hafner

Zehn einschlägige Vorstrafen hielten den Polen Marian M. nicht davon ab, bei Geldnöten nach Niederösterreich zu reisen und auf Beutezug zu gehen.

Sein beliebtestes Operationsgebiet war das Weinviertel, die Bezirke Korneuburg (Coups in Leobendorf, Obergänserndorf, Würnitz und Korneuburg) und Mistelbach (Diebstähle in Niederkreuzstetten, Kleinhadersdorf, Neubau, Unterolberndorf, Hornsburg und Laa).

Nach wilder Verfolgungsjagd samt Beute gestellt

Der 54-Jährige brach mit diversen Helfern (abgesondert verfolgt) bevorzugt in Firmengebäude oder Lagerplätze ein und stahl alles, was er schnell zu Geld machen konnte (etwa Werkzeug oder Ersatzteile für Fahrzeuge) oder er selbst gebrauchen konnte, wie Treibstoff oder Brennholz.

Er hatte auch keinerlei Scheu, größere und unhandlichere Beutestücke wie Rüttelplatten von Baufirmen, Rasenmähertraktor, Kompressor, Alu-Gerüst oder Schweißgeräte zu stehlen. Auch ein Quad einer Leobendorfer Familie passte in den Kastenwagen des Polen.

Er nützte jede günstige Gelegenheit die sich ergab. Stand etwa ein Pkw-Anhänger am Straßenrand, langte der 54-Jährige sofort zu. Er stattete sich auch mit gestohlenen Weinviertler Autokennzeichen zum Wechseln aus. Mit dem Versuch, in Obergänserndorf eine Straßenwalze im Wert von rund 7.000 Euro, angehängt an einen Geländewagen, davonzuziehen, schoss er aber übers Ziel. Die Polizei trat auf den Plan, der es nach einer wilden Verfolgungsjagd gelang, den Serieneinbrecher samt Beute zu verhaften.

Der teilgeständige M. wurde wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls (teils durch Einbruch) zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.