Erstellt am 17. Januar 2016, 05:13

von Susanne Bauer

Stronsdorf ist bereit. In der alten Polizeidienststelle sollen Flüchtlinge einquartiert werden. Die Gemeinde informierte ihre Bürger.

Informierten über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Stronsdorf, Gaubitsch und Laa (v.l.): Peter Kainz, Doris Hofbauer, Thomas Jaretz, Birgit Kainz, Peter Hyll von der Caritas und Bürgermeisterin Karin Gepperth. Sie präsentierten die Kalender, deren Verkaufspreis teilweise der Flüchtlingshilfe Stronsdorf zugute kommt.  |  NOEN, S. Bauer

Im Gemeinderat wurde beschlossen die ehemalige Polizeistation, welche sich im Gemeindeamt befindet, als Wohnung für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der Größe von über 100 Quadratmetern wäre diese für rund acht Asylwerber geeignet.

Um die vielen Fragen der Bevölkerung zu beantworten und um Sorgen und Ängste zu klären, lud die Gemeinde vorab zur Infoveranstaltung ins Gasthaus Glaser ein. Peter Kainz begrüßte und stellte vorweg klar: „Stronsdorf ist nicht die erste Gemeinde, die Flüchtlinge aufnimmt, und wir werden auch nicht die Letzte sein.“

Danach gab Peter Hyll, Leiter der Flüchtlingsbetreuung Caritas, einen genauen Überblick, wie Flüchtlinge betreut werden, welche Versorgungsformen es für sie gibt und was passiert, wenn für die Menschen ein positiver Asylbescheid ausgestellt wird. Außerdem beantwortete er die Frage nach den Möglichkeiten der Unterbringung auf privater Ebene und wie der Zugang zum Arbeitsmarkt für diese Menschen gestaltet wird.

Bürger wollen auf jeden Fall zusammenhalten

Stronsdorfs Bürgermeisterin Karin Gepperth wünscht sich eine Familie mit Kindern in der ehemaligen Polizeistation unterzubringen. Sie berichtete, dass aus der Bevölkerung bereits Sachspenden für die Wohnung zur Verfügung gestellt wurden. Ihre Grundversorgung sollten die Flüchtlinge aber selbst übernehmen.„Helfer und Ideen zur Integration werden gesucht“, ergänzte Kainz, bevor Doris Hofbauer über die Flüchtlingssituation in Gaubitsch und Thomas Jaretz über jene in Laa sprachen.

Die Bevölkerung wollte vor allem wissen, wann und wie viele Flüchtlinge nach Stronsdorf kommen werden. Ein Zuhörer brachte es auf den Punkt: „Wenn wir alle zusammenhalten, dann könnten wir sicher auch 50 Personen aufnehmen. Wenn wir das nicht machen, dann sind wir sogar mit einem Flüchtling überfordert!“

Abschließend versprach Gepperth, dass vonseiten der Gemeinde eine Bedarfsliste aufgelegt und ein Spendenkonto eingerichtet werden wird. Außerdem haben Peter und Birgit Kainz einen Kalender zum Preis von 20,16 Euro gestaltet. Die Hälfte des Verkaufspreises wird auf ein Flüchtlingshilfe-Spendenkonto überweisen.