Stronsdorf

Erstellt am 21. Juli 2016, 02:14

von Susanne Bauer

Mietvertrag ist fixiert: Flüchtlinge kommen. Die ÖVP stimmte einem Mietvertrag mit der Flüchtlingshilfe Laa zu. Eine afghanische Familie wird einziehen.

Bürgermeisterin Gepperth setzte Mietvertrag mit der Flüchtlingshilfe Laa durch.  |  Archiv

Als sich die Stronsdorfer Mandatare das erste Mal mit dem Mietvertrag zwischen Gemeinde und der Plattform Flüchtlingshilfe Laa auseinandersetzten, führte das zum Auszug der SPÖ und FPÖ.

Wie berichtet, war das Gremium nicht mehr beschlussfähig, die Sitzung wurde abgebrochen. Denn SPÖ-Mandatar Harald Neusser sen. war nicht wohl bei der Sache, dass eine afghanische Familie in Stronsdorf einziehen werde.

Jetzt wurde die Causa in einer neuerlichen Sitzung behandelt. Nun mussten aber nur noch die Hälfte der Gemeinderäte anwesend sein, um einen Beschluss fassen zu können.

Bürgermeisterin Karin Gepperth (VP) las Auszüge des Mietvertrags vor. Die Mandatare nahmen dies schweigend zur Kenntnis. Nur Harald Neusser jun. (FPÖ) interessierte, ob es für die Flüchtlingsfamilie, die künftig in den Räumlichkeiten der ehemaligen Polizeistation wohnen wird, auch Betreuungspersonen aus dem Ortsgebiet geben wird.

Obwohl Gepperth dies bejahte und sogar die Aushändigung einer Liste zusicherte, stimmten die beiden Freiheitlichen sowie die zwei SPÖ-Gemeinderäte gegen diesen Antrag.

Ein Diskussionspunkt war außerdem der Dringlichkeitsantrag, den FPÖ-Neusser einbrachte. Dieser betraf die Errichtung einer Kleinkindbetreuung. Die Gemeindechefin verwies hier auf die letzte Vorstandssitzung, in der dieses Thema besprochen wurde, eine Dringlichkeit sei nicht gegeben.

Es werde bereits bearbeitet, demnächst werde sogar schon um Förderungen angesucht. Auch Vizebürgermeister Alois Lehner sah hier keine Dringlichkeit gegeben. Der FP-Antrag wurde von der ÖVP mehrheitlich abgelehnt.