Stronsdorf

Erstellt am 06. Juli 2016, 04:02

von Susanne Bauer

Sind Afghanen nicht erwünscht?. Sitzungsabbruch - SPÖ und FPÖ verließen den Sitzungssaal, als es um die Unterbringung von Flüchtlingen ging.

SPÖ-Fraktionschef Harald Neusser will afghanische Familie nicht in Stronsdorf aufnehmen.  |  NOEN

Bereits nach dem dritten Tagesordnungspunkt war die Gemeinderatssitzung in Stronsdorf auch schon vorbei: SPÖ- und FPÖ-Mandatare verließen den Sitzungssaal, der Gemeinderat war nicht mehr beschlussfähig und die Sitzung wurde abgebrochen.

Die Causa, welche die Opposition zum Auszug brachte, ist nicht neu: Die Gemeinde vermietete eine Wohnung an die Caritas, damit diese Flüchtlinge in Stronsdorf unterbringen kann. Das sorgte bereits in früheren Sitzungen für heftige Diskussionen und führte zum Auszug der Opposition (die NÖN berichtete).

„Wir sind wieder einmal beschlussunfähig, daher ist die Sitzung geschlossen.“

Ein Satz, den Bürgermeisterin Gepperth (VP) auch in vergangenen Sitzungen schon sagen musste.

Nun berichtete Bürgermeisterin Karin Gepperth (ÖVP), dass es beim Mietvertrag zwischen Caritas und Gemeinde eine Änderung gebe. Die Plattform Flüchtlingshilfe Laa mit Obmann Thomas Jaretz suche für eine sechsköpfige afghanische Familie – drei Erwachsene und drei Kinder – eine Wohnung und würde dafür 360 Euro, inklusive Betriebskosten, bezahlen.

Da sich der Verein in der Nähe von Stronsdorf befinde und auch die weitere Unterstützung zugesichert habe, sei nun der Beschluss der letzten Sitzung „Mietvertrag mit der Caritas“ aufgehoben, so Gepperth.

Die ganze Story gibts in der Mistelbacher NÖN.