Erstellt am 17. September 2015, 05:47

von Valerie Schmid

Teamarbeit ist gefragt. Alle Kinder kamen bei dem abwechslungsreichen Programm des FF-Teams auf ihre Rechnung.

Auch Bernhard Schodl konnte vom Feuerlöschen nicht genug bekommen und probierte alle drei Löschklassen A, B und C aus  |  NOEN, .Valerie Schmid

Vollen Einsatz zeigten die Kinder beim Tag der offenen Tür der Feuerwehrjugend in Mistelbach.Nicht nur Basteln, eine Filmvorführung und ein Labyrinth mit Hebekissen stand für sie bereit, sondern auch vom Zielspritzen und dem Wasserkistenklettern konnten die Jungretter nicht genug bekommen.

Das ungeschlagene Highlight blieb aber das Löschen kleiner Brände mit Feuerlöschern verschiedener Art. Zuerst standen nur ein paar und nur die schon bestehende Feuerwehrjugendgruppe in der Reihe zum Löschen, später dann fast alle anwesenden Kinder.

"Spielerische Vorbereitung auf Feuerwehr-Dasein"

Die Schlange wurde immer länger. Drei Arten von Löschgeräten wurden von Feuerwehrkommandanten Gerhard Grum vorgestellt und auch die Funktion und Charakteristika erklärt. Nicht nur die Jugend, sondern auch die Erwachsenen hörten gespannt zu.

„Am liebsten mag ich in den Jugendstunden die Vorbereitung auf die Wettbewerbe“, erklärt Iduna Liebminger, die bereits fixer Bestandteil der Jugendgruppe ist und seit ihrem zehnten Lebensjahr dabei ist. Zusätzlich zu den Vorbereitungen auf die Wettbewerbe im Sommer und die Landeslager, wird auch gespielt oder das erlernte Wissen über Brandeinsätze getestet.

„Ab zehn Jahren dürfen die Kinder bei der Feuerwehr mitmachen. Die Stunden sind eine spielerische Vorbereitung auf das spätere Feuerwehr-Dasein. Jeden Freitag zwischen 18 und 20 Uhr finden die Treffen im Feuerwehrhaus statt“, erklärt Reinhard Schacher, der Jugendleiter und auch aktives Feuerwehrmitglied ist, und auch selbst mit 13 Jahren bei der Feuerwehr begonnen hat.

"Feuerwehr besteht nicht aus Einzelkämpfern, sondern Team"

„Ein Großteil der Kinder wechselt mit 15 dann zum eigentlichen Helferdienst. Aber es geht ja nicht nur um die Sache an sich, auch die Gruppendynamik wird erheblich gestärkt und obendrein werden auch viele neue Freunde gefunden. Die Feuerwehr besteht nun mal nicht aus Einzelkämpfern, sondern aus einem Team.“ Das sieht auch Iduna so, der die Beteiligung an der Jugendgruppe zu einem großen Teil wegen der Teamarbeit so Spaß macht. „Mir gefällt das Arbeiten im Team besonders gut. Deswegen gab?s auch von Anfang an keine Schwierigkeiten“, erzählt sie.

„Bei den Wettkämpfen können die Kinder das zeigen, was sie in den Stunden gelernt haben. Da gibt es Hindernisübungen, Zielspritzen und auch Knotenkunde“, erklärt Kommandant Grum, der Leiter der insgesamt 130 Feuerwehrler in Mistelbach ist und selbst nach vielen Jahren Mitgliedschaft noch gespannt den von den Kindern immer wieder aufs neue gelöschten Bränden zusieht.