Erstellt am 11. November 2017, 05:00

von Cornelia Grotte

Laa an der Spitze bei Nächtigungen. Laa legte bei den Nächtigungen am meisten zu. Die Stadt Mistelbach verlor am stärksten.

Symbolbild  |  APA/Georg Hochmuth

„Es ist ein Zusammenspiel von vielen Dingen. Wir haben damals begonnen, unseren Tourismus auszubauen und ein Package geschnürt. Wir haben alle miteinbezogen, nicht nur die Therme, sondern auch das Rundherum“, sagt Brigitte Ribisch, Bürgermeisterin von Laa, über den starken Anstieg bei den Nächtigungszahlen.

„Es ist nicht nur die Stadt positiv, sondern das ganze Land um Laa hat positive Zahlen." Brigitte Ribisch

„Es ist nicht nur die Stadt positiv, sondern das ganze Land um Laa hat positive Zahlen. Das Zusammenspiel aller Beteiligten, des Tourismusvereines, der Radwege und der Herbergen wirken zusammen, damit der Gast hier Ruhe, Gelassenheit und hochwertiges Service erhält“, freut sich Ribisch. Laa verzeichnete mit 4.025 Nächtigungen mehr im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 10,3 Prozent.

Im Bezirk Mistelbach legten außerdem Großebersdorf und Wolkersdorf – in absoluten Zahlen gesehen – am meisten zu. Dabei wurden die Nächtigungen von Jänner bis Juli 2016 mit den Nächtigungszahlen von Jänner bis Juli 2017 vergleichen. Laa hatte im Jahr 2017 43.181 Nächtigungen. Gefolgt wird Laa von Wolkersdorf mit 13.056.

Asparn verzeichnete zwar 54,1 Prozent Steigerung bei den Nächtigungen, aber in absoluten Zahlen ausgedrückt ist die Steigerung von 416 Nächtigungen geringer als die Steigerung in der Gemeinde Laa, die mit dem Thermenhotel den touristischen Bringer hat.

Jänner bis Juli 2017, Gemeinden.Statistik Austria.Grafik: Gerhard Bischof/NÖN  |  Quelle: Weinviertel Tourismus

Dass der Gasthof der Familie Koffler und das Hotel Brüdertor schließen mussten, habe man mithilfe anderer Beherbergungsbetriebe gut auffangen können, betont Ribisch. Das Schließen der beiden Unterkünfte hatte die Gemeinde Laa vor eine große Herausforderung gestellt, da die Betten verloren gegangen waren. „Durch die intensive Zusammenarbeit mit unserem Tourismusverein Till und anderen Herbergen konnten wir alles abfangen“, unterstreicht die Stadtchefin.

Die Gemeinde mit den meisten Einbrüchen bei den Nächtigungszahlen ist Mistelbach. Mit einem Minus von 2.035 Nächtigungen verliert die Bezirkshauptstadt 25,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gefolgt wird Mistelbach von Falkenstein, das ein Minus von 905 Nächtigungen verzeichnet, und von Staatz. Die Gemeinde Staatz hatte um 661 Nächtigungen, das sind 28,5 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr weniger als im Jahr 2016. Die wenigsten Nächtigungen im Bezirk Mistelbach (bei den tourismusrelevanten Gemeinden) gab es in Drasenhofen mit 79.

Nächtigungseinbruch in Mistelbach

Der Nächtigungseinbruch in Mistelbach habe laut Wirtschafts- und Tourismusstadtrat Erich Stubenvoll wenig mit Tourismus zu tun. „Ich nehme an, dass das von den Bauarbeiten im Zuge der Umfahrung kommt. Nach der Landesausstellung kamen die Bauarbeiten für die Umfahrung. Und da haben viele Arbeiter in der Region gewohnt. Das hat die Zahlen verzerrt. Ich messe dem nicht allzu große Bedeutung bei“, sagt Stubenvoll. Mistelbach sei eben keine Touristenhochburg.

Im gesamten Weinviertel gäbe es, laut Weinviertel Tourismus, jedoch ein Plus bei den Nächtigungszahlen.