Erstellt am 31. März 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Tourismus: Weinviertel ist ein „Gesamtkunstwerk“. Die Nächtigungszahlen sind in den vergangenen 15 Jahren sehr gut angestiegen. Tourismusvertreter sehen rosige Zukunft.

Weinviertel-Tag im VAZ Staatz: Herbert Nowohradsky (NÖ Seniorenbund), Marcus Linford (Conos), Renate Schnutt, (Leitung Marketing WV Tourismus), Christoph Madl (NÖ Werbung), Landesrat Karl Wilfing, Judith Frank (SKOLKA), Martin Steinhauser (BH Gänserndorf), Bezirkshauptmann Verena Sonnleitner, Hannes Weitschacher (Geschäftsführer WV Tourismus), Kurt Hackl (Aufsichtsrats-Vorsitzender WV Tourismus), Christoph Schodl (SKOLKA), Bürgermeister Leopold Muck und Landtagsabgeordneter Manfred Schulz.  |  NOEN, Werner Kraus
Zum Auftakt der neuen Saison traf sich das „Who is who“ des Weinviertler Tourismus im VAZ – Prof.A.Kornherr Musikerheim Staatz. Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl sprach von guten Aussichten: „Das Weinviertel ist ein Gesamtkunstwerk und liegt mit seiner Authentizität im Trend der Zeit.“

„Das Weinviertel ist ein Gesamtkunstwerk
und liegt mit seiner Authentizität im Trend der Zeit.“
Kurt Hackl über den Tourismus im Weinviertel

In den letzten 15 Jahren hatte das Weinviertel bei den Nächtigungszahlen eine Steigerung von rund 300.000 Nächtigungen im Jahr 2000 auf etwa 540.000 Nächtigungen im Jahr 2015 geschafft. Die Landesausstellung 2013 in Poysdorf und Asparn habe zusätzlichen, enormen Schub gegeben und jene Potenziale, die im Tourismus des Weinviertels stecken, weiterentwickelt.

Die Referate der Experten waren aber natürlich nicht nur zum gegenseitigen Schulterklopfen gedacht. Sie sollten vor allem Anregungen zu weiteren Fortschritten bieten: Zuerst stellte Weinviertel-Tourismuschef Hannes Weitschacher die Ziele und Geschäftsprinzipien vor: Sie fußen auf einem qualitätvollen Angebot, und zwar entlang der gesamten Leistungskette, der Entwicklung und Pflege eigener Stärken und dem Ausbau der Wertschöpfung. Dieses sei nur möglich, wenn alle unter der Marke Weinviertel an einem Strang zögen, fügte Renate Schnutt hinzu. Sie ist seit dem Herbst 2015 Leiterin der Abteilung Marketing & Sales der Tourismus Weinviertel GmbH.

Was das Weinviertel bereits zu bieten hat und was sich daraus noch entwickeln könne, davon berichtete Johannes Pleil, der Leiter der Produktentwicklung WV Tourismus und führte als Beispiele das absolute Zugpferd „Tafeln im Weinviertel“ an, sowie die an traditionellen Bräuchen orientierten „Grean gehen“ und den „Advent in der Kellergasse“, das Genussradeln und das junge Segment Jugendtourismus.

 

Ska-Band Skolka mit Gypsy-Rhythmen

Marcus Linford von der Tourismusberatungsagentur Conos gab einen kleinen, aber spannenden Ausblick in die touristische Zukunft. Er zeigte kommende Entwicklungen der Bevölkerungsstrukturen – von den jungen „Alten“ bis zu den multikulturellen Gästen - auf. Außerdem gab der Experte Tipps, wie mit diesem Strukturwandel umzugehen ist. Zum Schluss führte Landesrat Karl Wilfing den Weinviertel DAC als gelungenes Beispiel für eine Weinviertler Erfolgsstory an. Wie aus einem typisch regionalen Wein, unter Beachtung von Qualität ein Trendsetter entstehen kann, der es bis zum Weihnachtsgeschenk für Amerikaner schafft.

Nach soviel anstrengender Theorie überraschten die Gastgeber mit einem musikalischen Export aus dem Weinviertel, der jungen Ska-Band Skolka, die den Saal mit Gypsy-Rhythmen zum Kochen brachte, bevor dann das viel beschworene Netzwerken beginnen konnte.