Erstellt am 08. Juni 2016, 05:00

von Julia Markon

Über 40 Tiere in nur einer Woche. Notruf / Aufgrund der plötzlichen Aufnahme von 20 Katzen und 22 Hunden bittet der Dechanthof um Spenden jeder Art. MISTELBACH / Vergangene Woche ereilte ein Hilferuf das Team des Dechanthofes. Im Bezirk Mistelbach war eine alte Dame verstorben.

Die aufgenommenen Tiere werden im Dechanthof wieder aufgepäppelt und ärztlich untersucht.  |  NOEN, zVg

Die betroffenen Angehörigen fanden allerdings nicht nur die leblose Dame in ihrem Haus vor, sondern auch 20 Katzen. Da die Familie nicht in der Nähe der Dame wohnte und auch der Kontakt zu ihr sehr selten war, hatte sie keine Ahnung, dass der Frau die Katzenhaltung scheinbar über den Kopf gewachsen war.

Teilweise waren die Tiere unterernährt und dehydriert, da sie mehrere Tage lang nicht versorgt wurden.

Neue Besitzer und Sachspenden gesucht

„Die Katzen wurden nun alle kastriert, geimpft und auf Leukose getestet – zum Glück negativ“, so Gaby Bachmayer vom Tierheim Dechanthof, das die Tiere nun aufgenommen hat. „Sie wurden auf Würmer und Flöhe untersucht, einer Katze musste sogar ein Tumor hinter dem Auge entfernt werden“, erzählt Gaby Bachmayer weiter.

Derzeit belegen die Katzen mehrere Zimmer im Quarantänebereich des Dechanthofs, bis sie vollständig untersucht sind und zur Vergabe freigegeben werden.

Wer einen Stubentiger bei sich aufnehmen möchte, kann sich beim Dechanthof melden. „Die Katzen haben in einer großen Gruppe zusammengelebt, deswegen sind sie auch sehr sozial und mit anderen Katzen leicht verträglich.“

Auch Sachspenden wie Katzenfutter, Katzenstreu und Küchenrollen werden gerade jetzt mit offenen Armen entgegengenommen.

Rettung von über 50 Hunden in Lassee

Außerdem wurde am 31. Mai ein schrecklicher Fall von „Animal Hoarding“ von der zuständigen Behörde in Lassee, Bezirk Gänserndorf, aufgedeckt und 52 Hunde aus einem Haushalt befreit. Hunde jedes Alters tummelten sich in dem vermüllten Garten der Besitzer und wurden nun auf den Dechanthof, den Countryhof und das Tierheim Schlosser aufgeteilt. Allein der Dechanthof nahm 22 Hunde auf.

Für alle diese Hunde wird zusätzliches (Welpen-)Futter benötigt. Weiters müssen sie dringend geimpft, entfloht, entwurmt, gechippt und die erwachsenen Hunde auch kastriert werden. Viele der Hunde haben entzündete Augen und benötigen zusätzliche ärztliche Betreuung.

Der Dechanthof zählt auf die Unterstützung der Bevölkerung und bittet alle Tierfreunde um Spenden, da die Tierheime mit der Aufnahme von so vielen Tieren an die Grenzen ihrer Kapazitäten kommen.


Spenden & mehr

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