Erstellt am 12. Juli 2016, 08:04

von Josef Christelli

Sogar Tiere mussten eingefangen werden. Sieben Feuerwehren mit 81 Mann übten den Ernstfall in einem abgelegenen Bauernhof.

 |  Josef Christelli

Ein Schweinestall brennt, beim Einsatz bleiben zwei Atemschutzträger bewusstlos im Gebäude liegen und müssen gerettet werden. Hört sich nach einem furchtbaren Unglück an, war aber zum Glück nur die Annahme der großen Feuerwehrübung des Unterabschnittes Ladendorf.

Alle sieben Wehren des Unterabschnittes - Ladendorf, Eggersdorf, Garmanns, Grafensulz, Herrnleis, Pürstendorf und Neubau - waren involviert. Mit 81 Mann und zwölf Einsatzfahrzeugen rückten die Florianis nach der Alarmierung an.

Laut dem Beobachter Unterabschnittskommandant Alexander Schmidt klappte der Einsatz sehr gut: „Alles o.k., ein Dank an die Wehren.“

So einfach war das gar nicht, denn der Schweinestall Nekham liegt auf freiem Feld und wegen der Übungsannahme, dass im Taschelbach wenig Wasser wäre, musste eine Transportleitung bis in den Ort gelegt und damit auch die LB 40 überquert werden. Die FF Neubau sicherte den Gefahrenbereich Herrnleiser-Kreuzung.

Auch die ausbrechenden Tiere mussten unter Kontrolle gebracht werden, aber wie? Die Grafensulzer Wehr unter der Leitung von Alois Frühwirt hat sich beim Schafhof Nekham in Herrnleis einen mobilen Zaun ausgeborgt und den mit seinen Mannen rund um den Schweinestall aufgebaut: „Das alles um zwei Uhr früh“, scherzte Frühwirth nach getaner Arbeit.

Die Großübung wurde beim FF Haus in Herrnleis gebührend bei Grillwurst und Getränken gefeiert. Einsatzleiter Simon Kraft hat die Übung als gelungen gesehen: „Das Gebäude ist weit weg vom Dorf. Und jetzt weiß der ganze Unterabschnitt über die Begebenheiten Bescheid, sollte einmal ein Ernstfall eintreten“, so Einsatzleiter Simon Kraft.