Laa an der Thaya

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:00

von Ingrid Fröschl-Wendt

Camping in Laa uninteressant?. Der Laaer Gemeinderat konnte sich nicht einigen, ob ein Campingplatz in Laa erwünscht sei oder nicht. Wiese wurde schlussendlich zu Bauland umgewidmet.

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Über eine Umwidmung einer Wiese hinter der Volksschule und der Firma Kühtreiber konnte sich der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung nicht einigen.

Die etwas mehr als ein Hektar große Fläche war bisher als Campingplatz gewidmet, nun sollte sie zum Bauland werden und die Fläche der Zentrumszone zugeschlagen werden. In weiterer Folge sei hier der Bau einer Wohnhausanlage mit Krabbelstube durch die Wohnbaugesellschaft Kamptal geplant.

In einer Stellungnahme, die durch Baustadtrat Rudolf Koffler verlesen wurde, gab Hermann Kühtreiber zu bedenken, dass sein Industriebetrieb eventuell mit einer derartigen Bauzone in Konflikt geraten könne und als alt eingesessener Betrieb erwarte er sich Rücksichtnahme darauf.

„Derzeit gibt es keinerlei Interesse an einem Campingplatz, eine Errichtung ist derzeit auch nicht wirtschaftlich!“Brigitte Ribisch, Bürgermeisterin (ÖVP)

Auch die oppositionelle ProLAA war mit der Umwidmung nicht einverstanden. Sie bedauerte allerdings vor allem den Verlust Campingplatz-Widmung. „Derzeit gibt es keinerlei Interesse an einem Campingplatz, eine Errichtung ist derzeit auch nicht wirtschaftlich“, sagt Bürgermeisterin Brigitte Ribisch (ÖVP).

Sie stütze sich auf eine Machbarkeits-Studie darüber. Würde sich das Interesse ändern, könne auch an einer anderen Stelle ein Campingplatz errichtet werden. ProLAA Stadtrat Thomas Stenitzer hielt die Studien nicht für maßgeblich: „Die ist bereits einige Jahre alt!“ Er sei vielmehr der Meinung, dass sehr wohl Interesse an einem Campingplatz in Laa gegeben sei.

Umwidmung zur Zentrumszone diskutiert

Schließlich wurde auch die Umwidmung zur Zentrumszone diskutiert. Bauamtsleiter Uwe Winkler erklärte den Grund: die Zentrumszone lasse eine höhere Bauklasse zu, das heißt, Häuser können höher gebaut werden, als es die derzeit bestehende, normale Bauland-Widmung zulässt. Im konkreten Fall beträfe das aber nur einen angedachten Zubau der Volksschule.

Aufgrund eines gestiegenen Platzbedarfes würde überlegt, zwei Klassen über dem Turnsaal zu errichten. Doch damit würde man über die derzeit mögliche Bauhöhe kommen. Erst die Umwidmung zur Zentrumszone würde diese Bauhöhe erlauben. Die Umwidmungen wurden schließlich mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ genehmigt.