Erstellt am 12. Februar 2016, 10:56

von Michael Pfabigan

Unfall: Sieben Verletzte, zwei Autos im Bach. Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstag bei Großkrut (Bezirk Mistelbach) sieben Verletzte gefordert.

 |  NOEN, FF Wilfersdorf
Die Straße glich im wahrsten Sinne des Wortes einem Schlachtfeld: Am 11. Februar, gegen 9.30 Uhr streifte ein von Bullendorf Richtung Großkrut fahrender 68-jähriger Pole mit seinem Ford Ka den Gegenverkehr im Bereich des Ginzersdorfer Grabens einen von einem 63-jährigen Salzburgers gelenkten entgegenkommenden Jaguar. Dieses Auto blieb schwer beschädigt auf der B47 stehen.

Tscheche konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen

Der Ford Ka prallte von dem Jaguar ab und krachte in den nächsten Entgegenkommenden - wieder einen von einem Tschechen (42) gelenkten weißen Jaguar.

Der Aufprall war derart heftig, dass der Motorblock des Ford Ka in weitem Bogen in ein Feld geschleudert wurde, der Ford selbst blieb auf der Fahrbahn stehen, der weiße Jaguar prallte zuerst gegen ein Brückengeländer und dann in das rund drei Meter tiefe Bachbett des Ginzersdorfer Grabens.

Und als ob das alles nicht schon genug wäre, versuchte ein hinter dem Polen fahrender 41-jähriger Tscheche mit seinem Skoda Oktavia dem Unfall auszuweichen, konnte aber nicht mehr rechtzeitig bremsen, kam von der Straße ab und landete ebenfalls seitlich im Bachbett.

Unfallstelle auf über 200 Meter Länge ausgedehnt

Die Feuerwehren Großkrut und Wilfersdorf mussten die Insassen des weißen Jaguars mit dem hydraulischen Bergegerät retten, alle sieben Fahrzeuginsassen wurden von NAW und Rettungswägen ins Landesklinikum Mistelbach gebracht.

„Sowohl der Skoda, als auch der Jaguar wurden von der Feuerwehr Wilfer Großkrut mittels Kran geborgen und abtransportiert“, sagt ein Feuerwehrmann.

Weil sich die Unfallstelle auf über 200 Meter Länge ausdehnte, wurde zur Dokumentation der Unfallstelle ein Hubschrauber der Polizei angefordert, der das Trümmerfeld aus der Luft fotografierte.

Eine Herausforderung war dann auch die Säuberung der Straße, die von unzähligen Kleinteilen verunreinigt war - die FF Großkrut sammelte die Kleinteile ein, die Straßenmeisterei Poysdorf musste eigens mit einer Kehrmaschine ausrücken, um die B47 wieder sauber zu bekommen.

Insgesamt waren zwei Feuerwehren mit 23 Mann, das Rote Kreuz, die Polizei mit rund 10 Beamten, vier Fahrzeugen und Hubschrauber, sowie die Straßenmeisterei rund 2,5 Stunden im Einsatz.