Erstellt am 17. November 2015, 11:17

von APA/Red

Verbot von Jagd auf Zuchttiere gefordert. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordert ein Verbot des Aussetzens gezüchteter Tiere für die Jagd.

VGT-Obmann Martin Balluch  |  NOEN, APA (Archiv)
In den Revieren der Stiftung Fürst Liechtenstein im Weinviertel gebe es zahlreiche Fasan-Volieren für Zuchttiere, die nur zum Abschuss ausgesetzt worden seien. Bei einer Kundgebung am Sonntag hätten Aktivisten in Wilfersdorf auf diese "anachronistische Jagdpraxis" hingewiesen.

VGT-Obmann Martin Balluch meinte dazu: "Bei den Genossenschaftsjagden der Bauern und Bäuerinnen käme niemand auf die Idee, Tiere für die Jagd auszusetzen. Ganz anders die Großgrundbesitzer, insbesondere der alte Adel und die Großindustriellen", prangerte er die Jagd auf Zuchttiere entweder im Gatter oder nach dem Aussetzen an.

Wie in der Aussendung erläutert wurde, würden vor allem Fasan, Rebhuhn, Stockente und Feldhase - meist aus Züchtungen in Ungarn, der Slowakei und Tschechien - nach Österreich transportiert und hier in Volieren gesteckt, um dann für die Jagd "Schießbudenfiguren" abzugeben. Die Mehrheit der Bevölkerung lehne einen derartigen Umgang mit Tieren ab. "Wir fordern daher von der niederösterreichischen Landesregierung und vom zuständigen Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) ein sofortiges Verbot dieser Jagdpraxis", so Balluch.