Erstellt am 18. Februar 2016, 11:33

Vergabe des vierten Bauloses abgeschlossen. Höhere Lebensqualität und mehr Verkehrssicherheit – dafür steht die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn.

 |  NOEN, ASFINAG

In vier großen Baulosen errichtet die ASFINAG bis Ende 2017 die 25 neuen Autobahnkilometer. Mitte Februar ist nun auch der letzte Zuschlag erteilt worden und ab März sind alle vier Projektabschnitt im Bau. „Die A 5 ist ein ganz wesentlicher Baustein, um die leidgeplagten Einwohnerinnen und Einwohner entlang der B7 nachhaltig zu entlasten. Durch die nunmehrige Losvergabe kann der Zeitplan eingehalten werden und die Eröffnung der A 5 mit Ende 2017 erfolgen. Das hilft den Menschen in der Region und bringt auch wesentliche wirtschaftliche Impulse für das Weinviertel“, stellt Verkehrslandesrat Mag. Karl Wilfing in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll fest.

„Alleine durch die Bautätigkeit der ASFINAG wird die Wirtschaft der Region angekurbelt, weil hier rund 500 Bauarbeiter tätig sind, die in der Region nächtigen und konsumieren. Wir gehen davon, dass allein dadurch eine Wertschöpfung für die Region von rund 10 Millionen Euro ausgelöst wird. Mit der Verbindung zur „Vienna Region“ sind für die regionale Wirtschaft die besten Zukunftschancen gesichert und das Weinviertel rückt damit noch näher ins Herz Europas“, so Wilfing weiter.

Auch für Brüssel prioritäres Projekt

Das Projekt A 5 Nord/Weinviertel Autobahn zwischen Schrick und Poysbrunn wird von der Europäischen Union Connecting Europe kofinanziert. „Dass wir als ASFINAG diese Förderung erhalten haben zeigt ganz klar, dass auch für Brüssel die A 5 als prioritäres Projekt gilt“, sagt Gernot Brandtner, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH, „durch die EU Kofinanzierung und die gestaffelte – und damit wirtschaftlich optimale – Vergabe der vier Baulose, ist es uns gelungen, die Baukosten von ursprünglich 324 Millionen Euro auf insgesamt 283 Millionen Euro zu senken.“

Zwei Ziele verfolgt die ASFINAG mit dem Bau der A 5: Mehr Lebensqualität und mehr Verkehrssicherheit. Gernot Brandtner: „60 Prozent des derzeitigen Verkehrs wird die A 5 aus den Gemeinden abziehen. Davon profitieren tausende Anrainerinnen und Anrainer entlang der B 7 Brünner Straße.“ Das aktuelle Verkehrsbeispiel südlich von Poysdorf, macht die zukünftige Entlastung durch die A 5 deutlich: derzeit fahren täglich 10.600 Autos, davon 1.900 Lkws durch die Ortschaften.

Mit der baulichen Ausführung der neuen A 5, baut die ASFINAG eine rundum verkehrssichere Autobahn. Brandtner: „Durch die Trennung der Richtungsfahrbahnen verhindern wir schwere Frontalzusammenstöße und deren fatale Folgen. Ein modern ausgestatteter Verkehrskontrollplatz bannt zusätzlich die Gefahr, die von falsch beladenen oder gar mangelhaft ausgerüsteten Lkws ausgeht.“

Die A 5 – Neubau in vier Bauabschnitten

Die ASFINAG hat den Weiterbau der A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn in vier großen Baulosen ausgeschrieben. Eines haben alle gemeinsam – die enormen Erdbewegungen zur Errichtung der neuen Autobahntrasse. Rund sechs Millionen Kubikmeter Erde werden im Laufe der zweijährigen Bauzeit abgebaggert und wieder aufgeschüttet. Ein Grund dafür ist, dass die ASFINAG das hügelige Weinviertel und die sehr komfortabel und sehr verkehrssicher ausgelegten A 5 in Einklang bringen muss. Dafür werden Dämme bis zu einer Höhe von 13 Meter und Einschnitte mit einer Tiefe von bis zu 16 Meter hergestellt.

Für den aktuell vergebenen Abschnitt vier, hat Hoch-Tief / Alpine CZ den Zuschlag erhalten. Gearbeitet wird ab März am Neubau des Abschnittes Walterskirchen bis Poysbrunn. Das Besondere daran: Die A 5 wird aufgrund der Geländeform über viele Kilometer in Tieflage geführt. Auf diesem rund sieben Kilometer langen Abschnitt sorgen zehn Brückenobjekte für eine optimale Straßen- und Wegverbindung und ökologische Vernetzung.

Beginn des Neubaus

Den Beginn des Neubaus der A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn machten bereits im April 2015 die Arbeiten zur Verlegung der Brünner Straße und zur Errichtung der Spange Mistelbach. Danach folgte der Baustart zum Abschnitt Schrick bis Wilfersdorf Nord. In diesem Bereich ist auch der neue Verkehrskontrollplatz und ein Forschungsprojekt mit der TU Wien angesiedelt. In einem Pilotprojekt baut die ASFINAG eine Brücke mit einer Länge von 113 Meter ohne Einsatz der klassischen Brückenübergangs-Konstruktionen.

Ziel ist es, ein komfortables und ruhiges Fahren ohne spürbare Fahrbahnübergänge zu erreichen. Damit das gelingt und die Brücke sich trotzdem dehnen kann, kommt eine neuartige Übergangskonstruktion in Form von beweglichen Platten zum Einsatz. Der dritte Bauabschnitt geht von Wilfersdorf Nord bis Walterskirchen und beinhaltet unter anderem den Bau von vierzehn der insgesamt 45 Brücken.