Erstellt am 18. Februar 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

Vorerst nur Schafstall. Nachdem die Gemeinde mehr Unterlagen einforderte, speckt Friedlmayer Projekt ab.

Bauverhandlung bei unwirtlichem Wetter: Nach dem Lokalaugenschein wurde die Verhandlung ins Schloss Seyring verlegt.  |  NOEN, Michael Pfabigan

Regnerisch, unwirtlich und kalt: So präsentierte sich der Aschermittwoch bei der Bauverhandlung rund um den geplanten Schafstall samt Schlachtraum in der Franz-Jonas-Gasse, Ecke Enzersfelder Weg. Nach dem Lokalaugenschein vor Ort flüchteten die Beteiligten vor Kälte und Medienöffentlichkeit ins Seyringer Schloss, wo das Projekt drei Stunden lang verhandelt wurde.

„Der Projektbetreiber hat jetzt drei Wochen Zeit, noch offene Fragen zu klären“, sagt Bürgermeister-Stellvertreter Horst Raub, der die Verhandlung für die Gemeinde führte. Ein Gutachten, wie sich Betreiber Leopold Friedlmayer die Zu- und Abfahrt der Lkws vorstellt, fehlte beispielsweise noch.

„Vom Gefühl her war die Bauverhandlung sehr positiv für uns“, sagt Anrainer Josef Stauber. Schockiert war er, was in Friedlmayers Plänen hinsichtlich Schlacht- und Kühlraum alles gefehlt habe.

Friedlmayer: "Gemeinde kann nichts gegen Schafstall machen"

Leopold Friedlmayer selbst kritisiert die Verhandlungsführung: „Die sind vom Hunderstten ins Tausendste gekommen!“ Da zahle er nur die Hälfte der anfallenden Kosten. Hinsichtlich seines Projektes, eines Schafstalles für mindestens 100 Schafe, sieht er keine Probleme: „Die Gemeinde weiß, dass sie nichts dagegen machen kann. Die winden sich!“ Die Schafe seien bestellt, so werde er halt vorerst mal nur den Schafstall bauen. Und wenn die Gemeinde den Bau des Fachwerkgebäudes verzögert, dann werde er einfach ein Zelt aufstellen. Oder einen Stall auf Kufen. Weil für den brauche er keine Baugenehmigung.

Geärgert hatte Friedlmayer, dass Bürgermeister-Stellvertreter Horst Raub auf alle Einwände der Anrainer eingegangen sei, beispielsweise wie die Schlachtung erfolge: „Das geht sie nichts an! Wenn ich ein Auto kaufe, dann geht das den Verkäufer ja auch nichts an, ob die Schwiegermutter mitfährt!“

Horst Raub weist die Vorwürfe von sich: Er habe Fragen zugelassen und zu lange Wortmeldungen ausgewogen und verträglich eingebremst.