Erstellt am 12. Dezember 2015, 05:03

von Carina Rambauske

„Wäre nicht mehr ich ohne Tattoos“. Mit „Freunde bis unter die Haut“ packten Engelbert Exl, Claudia Müllner und Elisabeth Vyvadil ihre Leidenschaft in ein Buch.

Mit Tattoos, ihren Geschichten und den Menschen dazu gestalteten Engelbert Exl, Claudia Müllner und Elisabeth Vyvadil das Buch »Freunde bis unter die Haut«.  |  NOEN, Carina Rambauske

Es ist weniger ein Buch über Tattoos, als mehr eines über Menschen, die diese Leidenschaft verbindet. Vergangenen Samstag präsentierten Engelbert Exl, Claudia Müllner und Elisabeth Vyvadil ihr gemeinsames Werk „Freunde bis unter die Haut“.

Gemeinsam gestalteten sie 23 Porträts von tätowierten Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld, die sie grafisch und textlich in Szene setzten. Fotografiert wurden sie dort, wo es für sie wichtig war und erzählt haben sie das, was sie beschäftigt. So verwebten sich über den Zugang der Tattoos, ihrer Bedeutungen und der damit verbundenen Erfahrungen 23 berührende Porträts zu einem Buch, das unter die Haut geht.

„War von Anfang an ein Herzensprojekt“

Die Initialzündung zu diesem Buch bekam Exl durch die Leidenschaft seines Vaters, Weihnachtsbücher zu gestalten. Das möchte er auch machen, nur nicht weihnachtlich, sondern mit seiner Leidenschaft. Er wollte seinen tätowierten Verwandten und Freunden ein Dankeschön in Form eines Buches mit kurzen Texten und Fotografien gestalten.

Aus dieser kleinen Idee entstand vor eineinhalb Jahren schließlich ein Projekt, wofür er seine langjährigen Freundinnen Fotografin Claudia Müllner und Texterin Elisabeth Vyvadil ins Boot holte. „Es war von Anfang an klar, dass es ein Herzensprojekt wird“, erzählt Exl über das Bestreben, die teilnehmenden Freunde ins Rampenlicht zu rücken und über die Tattoos einen Blick dahinter zu werfen, um den Gefühlen und Geschichten Worte zu geben.

„Es war eine absolut neue Erfahrung“, sind sich die drei einig, die jeweils einen ganz unterschiedlichen Zugang zu ihren Tätowierungen haben: „Mich hat es schon immer interessiert, das gehört einfach zu mir dazu“, antwortet Vyvadil, während Müllner der künstlerische Aspekt fasziniert. Anders Exl: „Ich wäre nicht mehr ich, wenn ich meine Tattoos nicht hätte.“

Letztendlich würden die zusammenfinden, die etwas anders als die anderen und sich dadurch ganz ähnlich sind, so der Gedanke. So unterschiedlich der Zugang ist, gibt es einige Gedanken, die die tätowierten Freunde teilen: Auf die Frage, ob Eva Angst hätte, das Tattoo könnte im Alter Probleme verursachen, antwortet sie, dies sei ihr egal. Die Haut bekäme sowieso Falten, da ist es auch schon egal, ob bunt oder nicht. „Und da sind wir ganz ihrer Meinung“, fügt Vyvadil hinzu.


„Freunde bis unter die Haut“ ist im Facultas und in der Lichtquelle in Mistelbach erhältlich und unter freundebisunterdiehaut@gmx.at bestellbar.