Erstellt am 21. Mai 2016, 07:04

von Ingrid Fröschl-Wendt

"Wahres Kleinod geschaffen". Schwemme saniert: Die Kottingneusiedler fassten sich ein Herz und gestalteten den alten Löschteich neu. Die Befüllung wurde mit einem kleinen Straßenfest ganz groß gefeiert.

Gemeinsam wurde die Wasserleitung für die Befüllung der sanierten Schwemme geöffnet: Ortsvorsteher Werner Pospichal, Stadtrat Christian Nikodym, Brigitte Ribisch, Vizebürgermeister Georg Eigner, Bauleiter Markus Schiller und DEV-Obfrau Elisabeth Dostal.  |  NOEN, Fröschl-Wendt

„Ich freue mich über den neuen Anfang in Kottingneusiedl“, sagte Bürgermeisterin Brigitte Ribisch am Pfingstsonntag, kurz bevor sie den Verteiler einer langen Feuerwehrleitung öffnete, damit frisches Wasser in die sanierte Schwemme strömen konnte.

Denn die Kottingneusiedler hatten eine wahre Herkules-Arbeit geleistet: Seit Jahren gärte die Idee, die reparaturbedürftige Schwemme, also eigentlich den alten Löschteich, mitten im Ort zu sanieren. Die Uferbefestigung bröckelte, der Springbrunnen war kaputt.

Den Großangriff wagte schließlich der Dorferneuerungsverein unter Obfrau Elisabeth Dostal und ihrem Stellvertreter Markus Schiller. Kurz nach Ostern wurde der alte Löschteich ausgelassen, danach spuckten 43 Helfer in die Hände: 600 Tonnen Material wurden maschinell bewegt, 160 Tonnen durch bloße Muskelkraft.

Der Teich wurde teilweise bis auf eine Tiefe von 1,6 Metern ausgekoffert und auf eine Tiefe von 30 bis 50 Zentimeter planiert, um verschiedene Wassertemperaturen – und somit verschiedene Lebensräume für Tiere und Pflanzen – zu ermöglichen.

Die Uferbefestigung wurde aus einer Trockensteinmauer mit Granitsteinen angelegt, die Fröschen, Kröten und Molchen Unterschlupf und Schatten gewähren soll.

Da der 720 Kubikmeter fassende Teich auch zum Anziehungspunkt für die Kottingneusiedler werden soll, wurde eine attraktive Einstiegsstelle gebaut und der Zulauf für den Teich als kleine Wasserkaskade mit eingebauter Vogeltränke gestaltet.

„1.400 Stunden hatten die Helfer geschwitzt, dazu sind auch noch die Frauen zu rechnen, die die Arbeiter stets kulinarisch versorgt hatten“, las Bauleiter Schiller aus seinen Aufzeichnungen vor.

„Wenn man selber anpackt, kann man etwas bewegen. Durch eure Arbeit ist ein wahres Kleinod entstanden“, zollte die Bürgermeisterin den Helfern Respekt.

Die Kottingneusiedler freuen sich über ihr gelungenes Werk und feierten darum mit einem kleinen Straßenfest, mit Kaffee und Kuchen, während sich der Teich über die Feuerwehrleitung langsam auffüllte.

Doch rund um die Schwemme ist noch einiges zu tun, erklärt Schiller: „Aber das ist der zweite Bauabschnitt. Dazu wollen wir uns noch etwas Schönes mit Wasser überlegen, eventuell plätschernde Wasserspiele in der Grünanlage.“