Staatz

Erstellt am 20. April 2017, 04:00

von Michaela Höberth

Daniel Fröschl: „Kann hier viel bewirken“. Daniel Fröschl wird in die Fußstapfen von VP-Bürgermeister Leopold Muck treten. Die SPÖ hofft, dass sich die Zusammenarbeit durch den Wechsel verbessert.

Daniel Fröschl soll der neue VP-Bürgermeister werden.  |  NÖN

Es ist nur noch ein Formalakt: Am 20. April wird in einer konstituierenden Sitzung darüber entschieden, wer Leopold Muck (ÖVP) als Bürgermeister nachfolgen wird. Da die Mehrheit mit zehn zu neun Stimmen bei der ÖVP liegt, steht der 27-jährige VP-Gemeindeparteiobmann Daniel Fröschl wohl als neuer Ortschef fest.

Wechsel stand bereits länger fest

„Das passiert schneller als gedacht!“, lacht Fröschl. Für die ÖVP stand ein Wechsel längst fest, Fröschl wird seit zweieinhalb Jahren auf das Amt vorbereitet. Und bei den Wählern scheint er gut anzukommen: Fröschl konnte bei den Wahlen 2015 die meisten Vorzugsstimmen verbuchen. „Ich denke, ich kann für Staatz viel bewirken“, so Fröschl.

Die Politik liegt ihm im Blut: Schon sein Großvater und sein Vater engagierten sich in der ÖVP, „da habe ich viel mitbekommen“, so der Ernsdorfer. Er geht mit klaren Zielen in das Amt: „Ich möchte, dass wieder mehr Wert auf Gemeinschaft und aktive Mitarbeit gelegt wird. Die Gemeinde kann nicht alles alleine machen“, appelliert er. Und er sieht in der Jugend die Zukunft: „Es darf nicht alles verfallen, was bisher aufgebaut wurde. Daher muss man die Jugend für die Gemeinde und die politische Arbeit begeistern“, ist Fröschl überzeugt.

„Ich möchte, dass wieder mehr Wert auf Gemeinschaft und aktive Mitarbeit gelegt wird.“Daniel Fröschl, ÖVP

Seinen Job als Unteroffizier in Mistelbach wird Fröschl behalten, „ich habe hier großen Rückhalt.“ Und auch der Unterstützung seiner Partei ist er sich sicher: „Wir haben ein tolles Team.“

Daniel Fröschl soll der neue VP-Bürgermeister werden.  |  NÖN

SP-Vizebürgermeister Johann Holzapfel, der als Gegenkandidat von Fröschl antritt, steht dem Wechsel in der ÖVP neutral gegenüber: „Ich kenne Fröschl zu wenig. Er muss zeigen, was er drauf hat.“ Mucks Rücktritt kam für ihn überraschend: „Es gab Gerüchte, aber es wurde nichts kommuniziert. Ich wurde dann per E-Mail darüber informiert“, schildert Holzapfel. Bestes Beispiel dafür, was sich in Zukunft ändern soll: „Wir wünschen uns ein besseres Gesprächsklima. Parteipolitik hat in der Gemeindearbeit nichts verloren“, hofft Holzapfel in Zukunft auf eine bessere Zusammenarbeit.

Da Muck auch aus dem Gemeinderat ausscheidet, soll Patrick Guganeder das Mandat übernehmen. Er ist hinter Fröschl stellvertretender Gemeindeparteiobmann und freut sich auf seine neue Aufgabe: „Ich werde voraussichtlich Jugendgemeinderat werden“, möchte der 26-jährige Qualitätsmanager aus Wultendorf vor allem den Nachwuchs in der Gemeinde fördern.