Erstellt am 28. Mai 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

Weniger Einnahmen. Generalversammlung: Die Niedrigzins-Phase drückt die Gewinne der Raiffeisenbank im Weinviertel. Positiv bilanziert sie trotzdem.

Mitarbeiterehrung bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank im Weinviertel: Anna Frühwirth (2.v.l.) ist seit 30 Jahren in der Bank. Doris Zagler und Gerhard Spanner (4. und 5. v.l.) sind seit 20 Jahren bei der Raika. Im Bild mit Direktor Manfred Hanusch, Obmann Christian Resch, Beate Resch vom Revisionsverband, Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Wiesinger und Direktor Markus Wirrer.  |  NOEN

Es sind keine guten Zeiten für kleine Banken: Die internen Kosten steigen aufgrund der Vorgaben, was alles zu dokumentieren sei, gleichzeitig sinken die Zinserlöse, da sie von ihnen abhängiger sind als große Bankinstitute. Die Raiffeisenbank im Weinviertel legte am 19. Mai bei der Generalversammlung ihre Bilanz vor.

Obwohl in der Bilanz 2015 die Betriebsaufwendungen von 8,08 Mio. Euro auf 7 Mio. geschrumpft werden konnten - das Institut hatte unter anderem einige Bankstellen gesperrt - sank der Jahresgewinn von 2,06 Mio. Euro (2014) auf 1,7 Mio. Euro.

Schuld daran sind die sinkenden Zinserträge, die von 6,8 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro sanken. Eine Trendwende ist hier nicht absehbar.

Anstiege gab es bei den Einlagen und den Krediten. Und: Gestiegen ist auch die Eigenkapitalquote - von 19,09 Prozent auf 19,29 Prozent oder 36,2 Mio. Euro. Gesetzlich gefordert sind momentan 8,5 Prozent.

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„Wir müssen den genetischen Code der Raiffeisenbanken so anpassen, dass wir in Zukunft weiter erfolgreich sind“, sagte Raiffeisen-Obmann Christian Resch. Darunter fällt für ihn auch der Wiederaufbau eines der Grundgedanken des Raiffeisensektors: Die Hilfe zur Selbsthilfe.

„Wir sind eine stark verwurzelte Regionalbank“, betonte Direktor Markus Wirrer: Die Bank habe 2015 eine Kaufkraft von 2,1 Mio. Euro in der Region generiert, an regionale Unternehmen wurden Aufträge in der Höhe von 188.000 Euro vergeben. Und Schulen, Sportvereine, Feuerwehren, etc. wurden ohne viel Tamtam mit insgesamt 72.000 Euro unterstützt. Insgesamt bietet die Bank knapp 60 Mitarbeitern einen Job.

Der trockene Bilanz-Teil der Bank wurde abgelöst durch die „Physik des Schweinsbratens“ von Science Buster und Wissenschaftler Werner Gruber, der die physikalischen Hintergründe verriet, damit Gulasch, Würstel und Schweinsbraten auch richtig gut gelingen.


Die Bilanz 2015

  • Bilanzgewinn 1,73 Mio.
  • Kunden 17.131 (17.246)
  • Mitglieder 8.852 (8.694)
  • Mitarbeiter 58 (58)
  • Girokonten 10.487 (10.497)
  • Sparkonten 24.252 (25.863)
  • Kreditkonten 3.245 (3.188)

In Klammern die 2014er-Werte