Erstellt am 05. Dezember 2015, 05:03

von Josef Christelli

Wildverarbeitungsgebäude in Eigenregie. Die Ladendorfer Jägerschaft baut an einer Selbstvermarktungsstelle für ihr Wildbret. Mit dem Jägerkeller werden alle Auflagen bei der Fleischverarbeitung erfüllt.

Die Ladendorfer Jäger bauen eine Kühlzelle und einen Wildzerwirkraum. Jagdleiter Josef Schwab zeigte Bürgermeister Manfred Hager den Fortgang der Umsetzung des Projektes »Jägerkeller«.  |  NOEN, Josef Christelli

Wildbret ist ein Naturprodukt und nicht so teuer, wie oft kolportiert. Weil der Wildbretpreis in den Keller gerutscht ist, haben die Ladendorfer Jäger zur Selbsthilfe gegriffen und ihr im Revier erlegtes Wild zerwirkt zum Kauf angeboten. Die Aktion hat eingeschlagen und gefruchtet.

Viele Ladendorfer schätzen das heimische Wild auf der Speisekarte. Um das ausreichend und den gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechend zu ermöglichen, setzt die Jagdgenossenschaft derzeit das Projekt „Jägerkeller“ um und baut einen Jägerkeller mit Kühlzelle, Zerwirkraum und Wildbretkammer nach Maß.

Die Familie des Jagdleiters Josef Schwab hat der Gemeinde ein Grundstück geschenkt, auf dem früher ein Keller samt Kellerröhre war. Die Gemeinde hat das Areal erweitert und den Jägern zur Verfügung gestellt.

Kosten betragen ca. 40.000 Euro

Die Grünröcke haben in Eigenregie ein Wildverarbeitungsgebäude hingestellt. Die Kühlzelle, die Nassräume und der Zerwirkraum sind im Rohbau fertig, Elektrik und die Täfelung werden derzeit gemacht. Statt mit Fliesen werden die Wände mit Paneelen verbaut, um optimale Sauberkeit zu garantieren. Der Kanal- und Wasseranschluss wird demnächst gemacht: „Ist im Budget vorgesehen und wird demnächst verlegt“, so Bürgermeister Manfred Hager (ÖVP) bei einer außertourlichen Besichtigung der Baustelle.

Die Kosten für den Bau des 55 Quadratmeter großen „Jägerkellers“ werden derzeit mit bis zu 40.000 Euro angenommen. Die Marktgemeinde hat in der Ära Matzinger 20.000 Euro zugesagt, Geld für die Jäger gibt’s auch von den Windradbetreibern und den Rest bringen die Weidmänner selbst auf.

Beim Rohbau haben die Grünröcke selbst Hand angelegt und viele freiwillige Arbeitsstunden geleistet: „Mitgearbeitet hat fast jeder“, lobte Josef Schwab.