Wilfersdorf

Erstellt am 02. Juli 2016, 11:18

von Michael Pfabigan

Operette „Großherzogin von Gerolstein“. Das Schlossfestival Wilfersdorf bringt heuer Offenbachs bunt-überzeichnete Operette „Großherzogin von Gerolstein“.

Ist es Operette oder ist es ein Comic mit viel Gesang? Richard Schmetterer inszenierte Jacques Offenbachs „Die Großherzogin von Gerolstein“ als bunte Satire auf politisch verknöcherte Kleinstaaten - und scheut nicht davor zurück Absurditäten bis ins slapstikartige zur ziehen. Am 1. Juli hatte die Großherzogin im Hof des Schlosses Wilfersdorf Premiere.

Sensationell dabei das Ensemble: Eveline Schloffer als Prinzessin Lillifee-Großherzogin im rosa Tüllrock und mit rosa Zauberstab-Zeptar, Dieter Hörmann als schmalbrüstiger, leger-durchtriebener jugendlicher Liebhaber und die Bad-Boy-Gang Stephan Witzlinger, (Baron Puck), Robert Vollmer (General Bumm) und Roman Straka (Prinz Paul), die schon grundsätzlich als Karikaturen ihrer Rollen angelegt sind: bunt, laut, komikhaft böse.

Ausgezeichnet auch Caroline Zins (Wanda) und Richard Schmetterer (Baron Grog).

Wilfersdorf lebt von der Bühne vor der imposanten Kulisse des Lichtensteinschlosses. Entsprechend reduziert ist heuer das von Christoph A. Fath gebaute Bühnenbild, angesiedelt zwischen Feldherrnhügel, Jugendstil und Ziggy Stardust - und mehr braucht es nicht. Wenn die Gerolsteiner Armee aufmarschiert - ein wilder Haufen, der seine besten Zeiten hinter sich hat, sind das auch immer eindrucksvoll choreografiere Bilder, immer überzeichnet, immer karikierend, immer ins absurde überzeichnend. Wie das gesamte Stück.

Karten und mehr:

Weitere Vorstellungen: 7. Juli, 8. Juli, 9. Juli, jeweils um 20.30 Uhr im Schlosshof Wilfersdorf.

Karten: oeticket.com oder bei der Gemeinde Wilfersdorf  02573 2366-11

www.schlossfestival.at