Erstellt am 09. Juni 2016, 05:00

von Ingrid Fröschl-Wendt

„Wir wollen Themen bald verwirklichen“. Die Sozialdemokraten in Laa sind neu aufgestellt, jetzt wollen sie in der Thermenstadt ein Wörtchen mitreden.

Für die Friedhofskapelle wünscht sich die SPÖ eine Rampe, um die Barrierrefreiheit zu ermöglichen.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Die Laaer SPÖ gibt derzeit starke Signale nach außen, sichtbar durch verstärkte Präsenz im Internet.

„Es hat zwar ein wenig gedauert, aber jetzt haben wir die Aufgaben gut verteilt“, sagt Fraktionsführer Christian Nikodym. „Jeder ist für etwas zuständig. Wir wollen die Themen aufgreifen, die die Bevölkerung bewegen. Oder Dinge, die uns selbst auffallen. Wir wollen ein Thema auf unserer Homepage der Öffentlichkeit präsentieren und uns wollen wir uns dafür einsetzten, dass es verwirklicht wird.“

"Nur gemeinsam umsetzbar"

Trotz aller Innovation will sich Nikodym aber nicht als Solospieler zeigen. „Umsetzen können wir es natürlich nur gemeinsam. Aber wir geben gerne den Anstoß dazu.“

In der Stadtgemeinde arbeitet die SPÖ eng mit der Bürgermeisterpartei (ÖVP) zusammen, die eine Minderheitsregierung führt. Das bedeutet, die ÖVP kann Beschlüsse nicht alleine fassen, zumindest eine andere Fraktion muss mitarbeiten und zustimmen.

Regelmäßig will die SPÖ neue Themen aufs Tapet bringen. Jetzt stehen Kinder im Mittelpunkt, konkret der Kindergarten beim Ostbahnhof. „Durch die Krümmung ist die Straße vor dem Kindergarten unübersichtlich“, erklärt der Stadtrat. Autos, die von der Staatsbahnstraße kommen, seien oft zu schnell dran. Passanten, die dort über die Straße wollen, haben den Mandataren erzählt, dass Autos wie aus dem Nichts auftauchen.

„30km/h-Beschränkung wäres sinnvoller“

Wenn Kinder beim Bringen oder Abholen plötzlich über die Straße laufen, kann das gefährlich werden“, weiß Nikodym. Die 50 km/h, die im Ortsgebiet vorgeschrieben sind, hält der Sozialdemokrat für zu hoch. „Außerdem ist daneben ein Spielplatz, der auch nachmittags besucht wird.“ Nikodym will daher die Polizei ersuchen, öfter zu kontrollieren. Weiters will er sich für eine 30 km/h-Beschränkung einsetzen.

Aufgrund eigener Beobachtung will er an der Friedhofskapelle Änderungen vornehmen: „Für Angehörige, die im Rollstuhl sitzen, ist es unmöglich, unmittelbar dem Begräbniszug zu folgen, weil sie aus der Friedhofskapelle mühsam über Stufen hinuntergetragen werden müssen.“ Gäbe es eine Rampe, wäre das nicht nötig.

Umwelthallen und Friedhofskapelle als Anliegen

Die Umwelthallen von Laa und Wulzeshofen sind zwei weitere Anliegen der Laaer Stadt-SPÖ. In Wulzeshofen sollte ein zweiter Öffnungstag bis Jahresende ausprobiert werden. „Dann kann man sehen, wie er von der Bevölkerung angenommen wird. Dann können wir darauf reagieren“, wünscht sich Nikodym. Für Laa ist eine infrastrukturelle Maßnahme angedacht:

„Im Sommer ist es staubig, bei Regen nass und gatschig“, sagt der SPÖ-Vorsitzende. „Das ist weder dem Personal noch der Bevölkerung, die dort Reststoffe abgibt, zumutbar.“ Den Platz zu asphaltieren sei unnötig, da über eine Umgestaltung nachgedacht wird. „Aber ihn mit Asphaltbruch staubfrei zu machen, ist erstens nicht so teuer und kann zweitens schnell wieder entfernt werden.“