Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von Susanne Bauer

Wird Kindergarten zur Krabbelstube?. 2017/18 kann der Kindergarten in Zwingendorf nicht weitergeführt werden. Gebäude soll zur Krabbelstube werden.

Aus diesem Landeskindergarten in Zwingendorf könnte 2017 eine Krabbelstube entstehen.  |  NOEN, Susanne Bauer

Bürgermeister Josef Windpassinger lud mit Ortsvorsteher und Vizebürgermeister Rudolf Dötzl ins Dorfzentrum zu einem Infoabend, um über die Situation rund um die Kinderbetreuung im Kindergarten zu informieren.

Im Landeskindergarten gibt es aktuell nur noch eine Gruppe. Und selbst hier wird die Mindestanzahl nicht erreicht. Trotzdem wurde die Weiterführung eines Landeskindergartens für das Jahr 2016/17 bewilligt. Anders sieht es für das Kindergartenjahr 2017/18 aus.

Keine Genehmigung für den Landeskindergarten

Eine entsprechende Genehmigung zur Weiterführung wurde nicht erteilt. Dabei wurden in einer Bedarfserhebung mit Berücksichtigung des Melderegisters, der aktuell niedrigen Geburtenzahlen und der Wohnsituation im Ort und den umliegenden Gemeinden alle Fakten in Betracht gezogen. Für die Kindergartenkinder heißt das, dass sie ab 2017/18 in den Großharraser Kindergarten ausweichen müssen.

Als mögliche Alternative könnte die Gemeinde nun aus dem Landeskindergarten eine Krabbelstube für Kinder im Alter von null bis drei Jahren machen. Dafür würden sogar Fördergelder für die Adaptierung des Gebäudes zur Verfügung gestellt werden. Außerdem würden die Personalkosten gefördert, sollte diese Einrichtung mindestens drei Jahre bestehen. „Wir hatten bereits in den Kindergartenjahren 2005/06 und 2006/07 diese Situation, wo wir keinen Landeskindergarten hatten, aber trotzdem Kinder betreut wurden“, berichtete der Bürgermeister.

Mindestzahl von drei Kindern muss erreicht werden

Die Eltern zeigten sich interessiert, einige sagten auch zu ihre Kinder in diese Betreuungseinrichtung zu bringen. Bedenken gibt es trotzdem: Mehrere unterschiedlich alte Wickelkinder, die noch dazu gefüttert werden müssen und zwischendurch auch ein kleines Schläfchen machen, könnten nicht von einer Person alleine betreut werden. Bürgermeister Windpassinger sagte zu, das Angebot noch genauer zu planen. Er bat die Eltern aber, über dieses Angebot der Gemeinde nachzudenken und es in anderen Orten auch publik zu machen.

Außerdem versprach er mit den betroffenen Eltern intensive Gespräche zu führen, um die Mindestanzahl von drei Kindern zu erreichen. Denn nur so kann im Herbst 2017 die Krabbelstube in Zwingendorf starten.