Erstellt am 29. September 2015, 09:28

von Petra Wiesmayr

„Wir sollten diese Chance nicht vertun“. Bürgermeisterin Anna Steindl verteidigt das städtebauliche Projekt: „Plätze sind ein wichtiges Element der Stadt“.

Hier soll der Platz der Generationen entstehen.  |  NOEN, Foto: zVg

Wenig Verständnis hat Bürgermeisterin Anna Steindl (ÖVP) für die kürzlich von den Oppositionsparteien WUI und MIT:uns ins Leben gerufene Unterschriftenaktion, mit der eine Bürgerbefragung zur Errichtung des „Platzes der Generationen“ erwirkt werden soll.

„Ich verstehe die Sinnhaftigkeit dieser Aktion nicht, da der Platz der Generationen bereits im Gemeinderat beschlossen und der Architekt beauftragt wurde. Auch ein Einspruch gegen den Grundsatzbeschluss wurde abgelehnt. Wozu jetzt noch eine Unterschriftenaktion?“ Überdies sei die Finanzierung gesichert. Für die Bürgerinitiative Mit:uns und WUI kommt die Errichtung des Platzes zum falschen Zeitpunkt, man solle zuerst die geplanten Bauten rund um den Platz realisieren, bevor der Platz gestaltet werde.

„Es gibt ein Gesamtkonzept!“

Diesem Argument entgegnet Steindl, dass das Land nur im Zuge der Fertigstellung des Landespflegeheimes die Platzgestaltung mitzahle. „Wenn das Margaretaheim einen Vorgarten angelegt hat, ist diese Chance vertan“, erklärt Steindl. Auch die BIG werde sich anschließen und den Platz vor dem geplanten Wohnbau am Platz der Generationen nach den Vorgaben gestalten. Immer werde der ÖVP vorgeworfen, dass ein städtebauliches Gesamtkonzept fehle.

Steindl dazu: „Es gibt ein Gesamtkonzept! Die Plätze in Wolkersdorf sind wie Perlen an einer Schnur. Vor Jahren gab es auch Unverständnis für die Gestaltung des Hauptplatzes und des Julius-Bittner-Platzes. Heute sind diese ein wichtiges Element der Stadt und nicht mehr wegzudenken.“ Vor allem die Schanigärten seien ein beliebter Treffpunkt. Befürworter der Unterschriftenaktion zweifeln jedoch, ob Wolkersdorf eine weitere Begegnungszone benötigt.