Erstellt am 29. September 2015, 09:21

von Michael Pfabigan

Wunsch erfüllt: Adieu, Gerasdorf. Für Bürgermeister Vojta wurde beste Option umgesetzt. Jetzt müssen Institutionen entflochten werden.

„Und so könnten die neuen Kennzeichen für uns ab 1. Jänner 2017 aussehen! Flotter Wagen. Flottes Kennzeichen!“ So freute sich Bürgermeister Alexander Vojta auf Facebook über die Entscheidung des Landtages, Gerasdorf in Korneuburg einzugliedern.  |  NOEN, zVg

| Das Land Niederösterreich reagierte auf den massiven Wunsch aus Gerasdorf, nicht an Gänserndorf angegliedert zu werden, und beschloss in der Landtagssitzung am 24. September, dass die junge Stadtgemeinde ab 1. Jänner 2017 Teil des Bezirks Korneuburg sein soll.

„Es passt alles, die Leute fühlen sich verbunden“, betont Bürgermeister Alexander Vojta (SPÖ). Gerasdorf passe zum Bezirk Korneuburg. Und auch wenn Vojta auf den Erhalt der BH-Außenstelle in seiner Gemeinde pocht, Korneuburg sei für die Gerasdorfer die am schnellsten zu erreichende Bezirkshauptstadt. „Und zwar sowohl mit dem Pkw als auch mit den Öffis“, wie seine Partei selbst getestet hat. Nur 17 Autominuten trennen Gerasdorf von Korneuburg.

Viele Zentralen in Mistelbach

Dass Gerasdorf künftig Korneuburg zugeordnet werde, sei ein Erfolg gemeinschaftlicher Leistung, betont Landtagsabgeordneter Lukas Mandl (ÖVP): „Das ist durch die Geschlossenheit aller Gemeinderats-Fraktionen, durch die regen Aktivitäten ganz vieler Bürger sowie durch das einmalige Engagement der Blaulichtorganisationen und vieler landwirtschaftlicher Betriebe zustande gekommen!“

Dass dem Wunsch der Gerasdorfer entsprochen wurde –  de facto wollte keiner, wie vom Land geplant, zu Gänserndorf – dafür dankt Mandl Landeshauptmann Erwin Pröll: „Er hat die Meinungsbildung in Gerasdorf und im Bezirk aufmerksam verfolgt und mit großer Sensibilität letztlich entschieden!“.

Bisher war Gerasdorf, vor allem was die Institutionen und Blaulichtorganisationen betrifft, Richtung Mistelbach orientiert. Das AMS, die Arbeiterkammer, die Gebietskrankenkasse, die Feuerwehren und das Rote Kreuz hatten ihre Zentralen in Mistelbach. Und auch bei der NÖN wurde Gerasdorf von Mistelbach aus versorgt. Nach der Umgliederung werden diese Strukturen auf lange Sicht Richtung Korneuburg ausgerichtet werden.