Erstellt am 02. Juni 2016, 07:05

von Raphaela Edelbauer

360 Euro fürs Parken auf Privatgrund. Erzürnte Gäste von „100tage sommer“ beklagen sich über einen schlecht gekennzeichneten Privatparkplatz.

Kaum zu sehen: Die Ausschilderung als Privatparkplatz ist für viele Besucher nicht ersichtlich und führt zu unangenehmen Folgen.  |  NOEN, Mitrovic

Dagegen sind die 96 Euro in der Mödlinger City Center-Parkfläche fast schon ein Schnäppchen. In Brunn am Gebirge setzt es gar 360 Euro Strafe fürs Parken auf Privatgrund.

Petra Mühr, Redakteurin bei „Autofrau.at“, spricht aus Erfahrung. Ihr Fahrzeug war vor dem Grundstück des „HB1-Seehotel Böck“ verschwunden. „Der Grund dafür wurde erst ersichtlich, als wir ein kleines Schild, das von der Brunner Seite sehr schlecht zu sehen ist, entdeckten.“ Das Hotel hatte für seinen Privatparkplatz einen Abschleppdienst engagiert.

"Hinweisschild praktisch nicht zu sehen"

„Nachdem ich den Vorfall auf Facebook gepostet hatte, kam heraus, dass sich das anscheinend bereits sehr oft zugetragen hat. Von der Brunner Seite her kommend ist das Hinweisschild praktisch nicht zu sehen und es wirkt auch nicht so, als würde man verhindern wollen, dass sich jemand dorthin stellt, sondern es provozieren. Kein Wunder, den Abgeschleppten kostet es auch 360 Euro.“

Grund für die Aufregung: Erst seit vergangenem Jahr sei dieser Parkplatz privat, wie weiter in der Facebookgruppe berichtet wurde. Das sei jedoch falsch, sagt Michael Nussbaumer, der im HB1-Hotel an der Rezeption steht. „Dieser Parkplatz war schon immer privat. Fakt ist, dass die Leute einfach nicht schauen und ein großer Wurstigkeitsfaktor mitspielt. Man muss um die Ecke fahren, es gehört sichtlich nicht zur Straße – noch deutlicher kann man nicht machen, dass das nicht öffentlich ist.“

„100tage sommer“ schickt Infos an Gäste

Der Parkplatz sei für das Hotel enorm wichtig: „Wir haben viele Busgruppen und deshalb die Firma Toman mit der Überwachung beauftragt. Wenn man bei uns nicht parken kann, können wir den Hotelbetrieb nicht aufrecht erhalten.“

Thomas Buchner, Organisator von „100tage sommer“, dessen Gäste die Regelung hauptsächlich trifft, meint im NÖN-Gespräch: „Wir haben jetzt ein zusätzliches Schild aufgestellt und über alle digitalen Kanäle die Aufforderung verschickt, dort nicht zu parken.“