Erstellt am 22. Februar 2016, 06:19

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Abstimmung über Friedhof in Grub. WWA-Chef Jürgen Alt will eine verbindliche Volksbefragung zum Projekt.

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Seit geraumer Zeit ist die Errichtung eines Friedhofs in Grub im Gespräch und auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Seit jeher bestatten die Gruber ihre Toten in Heiligenkreuz. Das soll sich nun ändern.

Bürgermeister Michael Krischke, ÖVP, denkt schon einige Zeit über eine neue Ruhestätte für die Gruber Bevölkerung nach (die NÖN berichtete).

Umwidmung bereits durchgeführt

Ein Gutachten über die wasserrechtliche Machbarkeit (in unmittelbarer Nähe des geplanten Areals fließt ein Bach) wurde positiv erstellt. Die Umwidmung ist bereits durchgeführt, der Ankauf des dafür notwendigen Grundes ist in die Wege geleitet. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 65.000 Euro.

„Allerdings regt sich in der Gruber Bevölkerung Widerstand“, ortet WWA-Chef Jürgen Alt, „seitens der Gruber ist gar kein Bedarf da, man bestattet die Toten seit Langem in Heiligenkreuz und sieht das nicht als Problem, und da die meisten ihre Familiengräber dort haben, wird das auch so bleiben, da wird sicher niemand exhumiert und in Grub bestattet.“

Kostenschätzung und Volksbefragung

Die Leute fänden, dass sich diese Investition nicht rentieren würde, so Alt, „denen ist es wichtiger, zu Lebzeiten einen Gehsteig im Ort zu haben.“

Noch liegen keine konkreten Kostenschätzungen vor.

Aber Alt will zuerst die Sinnfrage gestellt haben: „Wir fordern dann eine verbindliche Volksbefragung darüber, ob die Bevölkerung das überhaupt will.“