Achau

Erstellt am 21. Oktober 2016, 06:53

von Judith Jandrinitsch

Kontrollen für Lkw-Fahrverbot gefordert. Michael Exarchos fordert wegen der durch den Ort rollenden Schwerverkehrs-Lawine rigorose Polizeikontrollen.

Will Taten sehen: Michael Exarchos, Bürgermeister von Achau.  |  NOEN, Judith Jandrinitsch

Sie reißt nicht ab, die Kolonne der Autos und Lkw, die auf der B11 durch den Ort rollen. In einem dementsprechend desolaten Zustand ist die Straße, „die Kanaldeckeln sind ständig kaputt, doch genau genommen ist die ganze Straße sanierungsbedürftig“, weiß Ortschef Michael Exarchos, Bürgerliste.

Die Straßenschäden sind das eine Thema, die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch den ständig durchrollenden Schwerverkehr ein anderes. Was dem Bürgermeister besonders sauer aufstößt, sind die vielen Sonderregelungen, sprich Ausnahmeregelungen, die es Lkw erlauben, durch den Ort zu fahren. Diese wuchern in einer verwirrenden Anzahl vor sich hin, und auch die Formulierung ist oft sehr missverständlich und doppeldeutig.

Ausmisten von Sonderregelungen

„Ich habe eine Anfrage an die Bezirkshauptmannschaft gestellt, wie viele Ausnahmeregelungen es eigentlich gibt“, berichtet Exarchos. Seiner Meinung nach wäre das Verkehrsproblem sehr einfach zu lösen. „Die ganzen Sonderregelungen sind auszumisten; das Lkw-Fahrverbot durch den Ort muss rigoros kontrolliert werden, ausgenommen von einem Durchfahrtsverbot sind nur der Ziel- und Quellverkehr“, formuliert der Bürgermeister.

Er will sich auch nicht mehr auf Verkehrsmessungen verlassen oder auf die Erreichung oder Nicht-Erreichung diverser Verkehrszahlen vertrösten. „Die S1 ist an ihrem Limit, jede Gemeinde kocht ihre eigene Suppe. Es gehören tragfähige Lösungen her, und nicht nur für einen Ort, sondern für die ganze Region“, fordert Exarchos. Seine Gemeinde will die „Verkehrskrot’“ jedenfalls nicht länger schlucken. Bezirkshauptmann Philipp Enzinger betont, mit der Gemeinde in ständigem Kontakt zu sein. Für eine Umfahrung sei allerdings „das Land und nicht wir zuständig“.