Erstellt am 05. Mai 2016, 05:54

von Christoph Dworak

Der Mann der Hütte. Der Mödlinger kümmert sich seit Jahren seitens des Alpenvereines um „exterritoriales“ Gebiet.

Hubert Janku (3.v.r.) mit Gattin und den Gratulanten, Finanzreferent-Stellvertreter Emmerich Pichler, Otto Pferschy, Alpenverein Mödling-Vorsitzender Matthias Merz, Alt-Bürgermeister Werner Burg und Hüttenreferent-Stellvertreter Wolfgang Maller (v.l.).  |  NOEN, Christoph Dworak

Der gebürtige Tiroler Hubert Janku war Zeit seines Berufslebens mit Großprojekten im internationalen Tunnel- und Tiefbau beschäftigt. „Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass er das Bohren harter Bretter – oder in diesem speziellen Fall – tiefer Löcher durchaus gelernt ist“, schmunzelte Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, am Freitag.

Da wurde Janku in seiner Funktion als für die „Mödlinger Hütte“ zuständiger Hütten- und Wegereferent mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet.

Schöpft alle Möglichkeiten aus

Janku sei es gelungen, „aus verschiedenen Mitspielern ein Team zu machen“, merkte Hintner an. Er schöpfe alle Möglichkeiten – vom einzelnen Landwirt über den Alpenverein, den Naturpark Gesäuse, kirchliche Institutionen und Gemeindestuben bis hinauf zu den Förderstellen bei Land und Bund – aus. „Und zwar so, dass am Ende immer die Mödlinger Hütte gewinnt.“

Vizebürgermeister Ferdinand Rubel, ÖVP, ließ nicht unerwähnt, dass Janku „sich als Tiroler auf exterritorialem steirischen Boden für Mödling engagiert“, Vizebürgermeister & Umwelt-Stadtrat Gerhard Wannenmacher, Grüne, hält „Johnsbach im Gesäuse 116“ für „eine sehr gemütliche Adresse. Vor allem, weil man sicher sein kann, dass du auf die Umgebung achtest“, bedankte er sich bei Janku.

SPÖ-Stadträtin Karin Wessely stellte eine Verbindung zum Geehrten her: „Auch ich liebe die Schönheit, die Ruhe und den Kick der Berge. Ich weiß, was Sie als Hütten- und Wegewart leisten.“

Auszeichnung aller Freiwilligen

Tourismus-Stadtrat Daniel Könczöl drückte „ein Auge zu. Natürlich freue ich mich, wenn auch die Mödlinger Hütte auf steirischem Grund und Boden oft besucht wird“.

Janku sieht seine Ehrung als „Auszeichnung aller Freiwilligen. Alleine der Alpenverein Mödling hat 2.200 Mitglieder und verwaltet 55 Kilometer Wander- und Kletterwege rund um die Mödlinger Hütte“.

Hintners Nachsatz: „Die Ehrennadel muss nicht unbedingt am Revers eines Sakkos getragen werden. Sie würde auch als edle Zierde auf einem schmucken Wanderhut bestens passen.“


Zum Thema

  • Es waren Bergsteiger aus Mödling, die um 1904 am Treffnerboden einen alpinen Stützpunkt planten, am 31. Mai 1914 wurde die Mödlinger Hütte feierlich eröffnet.

 

  • Ab 1996 musste die Mödlinger Hütte einer Generalsanierung unterzogen werden: Im Jahr 1998 wurden eine neue Quellfassung und eine Brunnenstube errichtet; fünf Jahre später kam eine biologische Kläranlage hinzu.

 

  • Seit 2006 wirkt Hubert Janku maßgebend an der Modernisierung der Mödlinger Hütte mit. Seit 2009 wird die Kühlabwärme des Blockheizkraftwerkes für die Zentralheizung und die Warmwassergewinnung verwendet, zudem gibt’s eine Photovoltaikanlage – all das hat zur Verleihung des „Österreichische Umweltzeichen“ geführt.

www.moedlingerhuette.at