Erstellt am 11. November 2015, 06:12

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Umbau mit Tücken. Risse in Hauswand tauchen zeitgleich mit den Bauaktivitäten am Sportplatz auf. Zusammenhang wird untersucht.

Schock für den Hausbesitzer in Brunn. In einem der entstandenen Risse verschwindet mittlerweile eine Broschüre.  |  NOEN, Schätzle-Edelbauer

Biegt man in Brunn von der Hauptstraße in Höhe der Apotheke in Richtung Platengrund/Heugasse ab, sieht man sich, kaum hat man rechter Hand den Sportplatz passiert, nicht nur bei Niederschlägen mit einer regennassen Fahrbahn konfrontiert. Das umso mehr, seit das neue Fußballfeld mit dazugehörigem Parkplatz angelegt wurde. Werden doch die Oberflächenwässer durch ein nahe der Heugasse endendes Rohr Richtung Straße entsorgt.

Ortschef Andreas Linhart, SPÖ, präzisiert: „Der Wasserspiegel war schon immer hoch, nun wurde der Sportplatz drainagiert, die Leitung führt das Wasser Richtung Hauptstraße ab. Es ist uns klar, dass das nur ein Provisorium sein kann.“ Vor allem die Anrainer müssen schon lange mit Schlamm an Schuhen und Auto leben. Dass sich diese Situation nun noch verschlechtert, wollen die Anrainer nicht hinnehmen: „Wenn das ein Privater machen würde, wäre gleich jemand da, um das zu beanstanden und eine Sanierung zu urgieren. Wie wird die Straße aussehen, wenn es stark regnet oder der Frost für Eis auf der Fahrbahn sorgt?“, kritisiert eine Dame heftig.

Der Ortschef bedauert: „Es ist hier ein Missgeschick in der Planung passiert, das hätte man vorher überlegen müssen.“ Eigentlich war eine Versickerung geplant, doch dann entdeckte man, dass der Wasserstand an der Oberfläche zu hoch dafür ist.

In der Vorwoche fand eine Begehung statt, um die nötigen Maßnahmen abzuklären. Der nächste Kanalanschluss ist rund 300 Meter entfernt bei der Bahnunterführung, dorthin soll das Wasser geleitet werden. Projektkosten: geschätzte 60.000 Euro. Da die nächste Gemeinderatsitzung erst im Dezember stattfindet, gibt es nun ein Parteienübereinkommen, das die Maßnahme absegnet. Die Arbeiten sind nun beauftragt worden.

Sportplatz auch schuld an Rissen in der Wand?

Dem Wasser-Schaden nicht genug wurden bei einem Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft des Sportplatzes just im Zeitraum des Umbaus gravierende Setzungen festgestellt. Der Hausbesitzer – er möchte anonym bleiben – fand diese Situation nach der Rückkehr aus seinem dreiwöchigen Urlaub vor: „Plötzlich waren die Risse da, bei einigen kann man bald durchschauen.“ Die Frage ist, ob diese Setzungen im Zusammenhang mit Erdbewegungen oder einer Veränderung der Wasserverhältnisse stehen können. Die Sache wird derzeit untersucht.