Mödling

Erstellt am 20. April 2017, 04:08

von Christoph Dworak

„Höhere Gewalt“: Orte ohne Strom. Massiver Kurzschluss dürfte zum Energie-Ausfall geführt haben.

Symbolbild Schaltkasten  |  Ö-News/ St. Öllerer

Alles finster, kein Strom – das war am Dienstagfrüh Fakt in Maria Enzersdorf und Perchtoldsdorf. „Höhere Gewalt, sehr ungewöhnlich, sehr komplex“, beschreibt Stefan Zach, Konzernsprecher der EVN die Ursache. „Vermutlich durch den Starkregen ist es um 1.22 Uhr im Bereich Erlaufstraße – Hohe Wand-Straße zu einem massiven Kurzschluss bei einer 20.000 Volt-Leitung gekommen.“ Einer Leitung in der Südstadt, die von der EVN versorgt wird, während überall anders die Wiener Netze Strom liefern.

Ein Zurückgreifen auf eine Leitung der Wiener Netze schlug fehl: „Das Fatale war, dass auch diese Leitung lahmgelegt war. Man konnte nicht umschalten“, beschreibt Zach die Situation. Kurz nach 2 Uhr gab’s wieder Strom. Aber nur vorübergehend. Eine unterbrechungsfreie Versorgung war vorerst nicht möglich.

Dem nicht genug, saßen auch Kundinnen und Kunden von „Kabelsignal“ – einer EVN-Tochter – vor inaktiven Computern. Der massive Stromausfall hatte für einen „nachhaltigen Schaden an der technischen Ausrüstung gesorgt“, erklärt Zach. Bis ins Burgenland war das Surfen im Internet und das Verschicken von E-Mails ein Ding der Unmöglichkeit. Erst am späteren Vormittag kehrte Normalität in den (Internet)-Alltag ein. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten sehr“, findet Zach entschuldigende Worte. Man werde intensiv an der Ursachenbehebung arbeiten.