Erstellt am 18. August 2016, 02:11

von Tina Jedlicka

Kupferbande sieht sich in Haft wieder. Serben erbeuteten auch in mehreren Bezirksgemeinden Buntmetalle. Den Männern wurde jetzt der Prozess gemacht.

Kupferkabel und Buntmetall standen bei den Serben hoch im Kurs. Für die Beschuldigten setzte es nunmehr Haftstrafen. Nicht rechtskräftig.  |  DPA / Peter Endig

Die Schadenssumme ist beachtlich: Drei Serben sollen 2006 in Österreich auf Diebestour gegangen sein und sich dabei auf Buntmetall spezialisiert haben. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erhob nun Anklage gegen sie. Konkret sollen sie in Lagerhallen eingebrochen haben.

Die Schadenssummen sollen in Blumau 17.000 Euro, in Vösendorf 11.000 Euro und in Münchendorf sogar 77.200 Euro sowie 12.000 in Breitenfurt ausgemacht haben.

Die Angeklagten (einer 32, zwei von ihnen sind 38 Jahre alt) bekannten sich schuldig. Der Drittbeschuldigte war bisher unbescholten und hatte Starverteidiger Rudolf Mayer als Rechtsbeistand. Eine genaue Erinnerung an die Vorfälle hatte keiner der drei Männer, weil der Vorfall bereits vor zehn Jahren passiert ist.

Neben den Kupferdiebstählen wurde den Männern auch Betrug - bei Handy und Versicherungsverträgen - vorgeworfen.

Der Erstangeklagte bekam eine Zusatzstrafe zu einer bereits bestehenden Strafe von 14 Monaten Haft, der zweite 18 Monate Haft von denen 13 bedingt nachgesehen werden und der dritte im Bunde, der bisher unbescholten war, wurde zu 20 Monaten, von denen er fünf unbedingt absitzen muss, verurteilt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.