Erstellt am 08. September 2015, 10:26

von Christoph Dworak

Bezirk Mödling: Lehrstellen sind frei. Die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Mödling startet gemeinsam mit der NÖN eine Offensive für Lehrberufe.

Wirtschaftskammer-Obmann Martin Fürndraht will den Jugendlichen auch die nicht so bekannten Lehrberufe schmackhaft machen.  |  NOEN, Dworak

"Immer weniger Jugendliche im Bezirk Mödling interessieren sich für Lehrberufe" ist der Obmannder Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Mödling, Martin Fürndraht, verzweifelt. Von 95 offenen Lehrstellen können aktuell nur 89 besetzt werden.

Offensive soll gestartet werden

Deshalb will der – hauptberufliche – Spenglermeister eine Offensive dafür starten, um das „Image der Lehre aufzupolieren. Ein Lehrling muss nicht bedauert werden. Er hat die berufliche Zukunft voll vor sich, braucht sich, bei der richtigen Wahl der Ausbildung, kaum Sorgen machen.“ Ganz anders als die unzähligen Maturanten und Studenten, die oft ohne Job dastehen, meint Fürndraht. Hoch angesehen seien die, die es schaffen, „Lehre mit Matura durchzuziehen. Wer anpackt, hat alle Chancen. Handwerk hat immer noch goldenen Boden“.

Werbung für "Mangelberufe"

Ab sofort wollen Fürndraht und Bezirksstellenleiterin Karin Dellisch-Ringhofer Werbung für die sogenannten Mangelberufe machen. Eben jene Sparten, wo der oft zitierte Facharbeitermangel omnipräsent ist. Fräser, Schwarzdecker, Dreher, Dachdecker, Spengler, Starkstrom-, Maschinenbautechniker, Werkzeugmacher und diplomiertes Krankenpflegepersonal stehen hoch im Kurs. „Gott sei Dank gibt es bei uns auch einige Unternehmen, die auch außergewöhnlichere Lehrberufe anbieten“, weiß Dellisch-Ringhofer. Aktuell zählt man im Bezirk Mödling knapp 350 Lehrbetriebe, wobei die Anzahl der neu dazu kommenden geringer wird.

Zukunftsträchtige Lehrberufe werden vorgestellt

Im Rahmen einer NÖN-Serie werden Betriebe mit speziellen, zukunftsträchtigen Lehrberufen vorgestellt werden, um auch Jobs abseits von obligaten Lehren „Kfz-Mechaniker“ und „Friseurin“ schmackhaft zu machen. „Wir sind auch gerne bereit, in die Schulen zu gehen und den Schülern zu erklären, was hinter den einzelnen Lehren steckt“, lässt Fürndraht nicht unerwähnt. Zudem gibt’s Rat und Tipps unter  www.frag-jimmy.at