Erstellt am 21. April 2016, 05:14

von NÖN Redaktion

Platznot in Gymnasien - Chance auf Ausbau. Die Zeichen des Ministeriums deuten auf eine Milderung der Situation in zumindest zwei Schulen hin.

Architekt Hannes Toifel hat bereits einen Entwurf über die Aufstockung des Gymnasiums Perchtoldsdorf ausgearbeitet.  |  NOEN, Hannes Toifel
Der Wechsel von der Volksschule in ein Gymnasium im Bezirk Mödling wird immer schwieriger. Eklatanter Platzmangel ist die Ursache. Was sich im Gymnasium Keimgasse in Mödling abspielt, war schon oft Gegenstand von NÖN-Berichten.

Seit 2008 gehören Container- und Wanderklassen – eigentlich nur als Provisorium gedacht – zum Alltag. 1.006 Schülerinnen und Schüler sind zu einem Großteil im eigentlichen Schulgebäude untergebracht; darunter auch in zwei Gruppenräumen im Keller, drei zweckentfremdeten Sonderunterrichtsräume (für Bildnerische Erziehung, Musik und Physik). Dazu kommen vier Container-, zwei Maturaklassen in der Jakob Thoma-Mittelschule und eine Wanderklasse ohne eigenen Klassenraum.

Raumnot schafft sehr große Probleme

Direktor Michael Päuerl hofft, dass sich endlich etwas in Sachen Ausbau tut: „Die Raumnot in der Keimgasse schafft sehr große Probleme, vor allem in der Organisation des Unterrichts, aber auch für die Schüler und Lehrkräfte selbst.“

Etwas Licht am Ende des Tunnels sieht Perchtoldsdorfs Bürgermeister & Landtagsabgeordneter Martin Schuster, ÖVP: Er habe, was „sein“ Gymnasium und das in der Keimgasse betrifft, von der „Vorlage einer Machbarkeitsstudie“ gehört, die das Ministerium via NÖ-Landesschulrat eingefordert habe. Das käme von der Wortwahl her einem Projektstart gleich, meinten Insider auf NÖN-Anfrage.

Zusätzliches Stockwerk soll kommen

Auch in Perchtoldsdorf wird der Großteil der 800 Schülerinnen und Schüler seit Jahren in Containern und Sonderräumen unterrichtet, wie Direktor Wolfgang Faber berichtet. Schuster, Ex-Schüler und -schulsprecher des Perchtoldsdorfer Gymnasiums, ist nun guten Mutes, dass dem 1978 erbauten Gebäude ein Stockwerk draufgesetzt und so die Platznot gelindert werden könnte. Die Marktgemeinde hat schon seit Jahren ein Projekt aus der Feder von Architekt Hannes Toifel bei der Hand.

Landesschulratspräsident Johann Heuras, ÖVP, versprüht ein wenig Optimismus: „Ja, wir haben Bestrebungen, auszubauen.“ In einem sind sich aber alle einig: Ein weiterer Gymnasium-Standort (etwa Wiener Neudorf) würde die Raumnot mit Sicherheit mildern.

REAKTION

Erst Erhebung, dann Machbarkeitsstudie

„Wenn die Erhebung positiv ist, dann kommt eine Machbarkeitsstudie infrage. Daraufhin werden das Bildungsministerium verständigt und das Projekt in Auftrag gegeben“,
Fritz Lengauer, Referent für den Bundesschulbereich im Landesschulrat