Mödling

Erstellt am 07. Juli 2016, 05:57

von Johannes Taschler

Start für ÖBB-Ausbau. Die Arbeiten an der Pottendorfer Linie schreiten voran. Hennersdorf, Achau und Münchendorf bekommen moderne Bahnhöfe.

Zur Information der Anrainer wurde in Achau eine gut ausgestattete „Infobox“ errichtet.  |  NOEN

Bis 2023 wird zwischen Wien-Meidling und Wiener Neustadt eine durchgehend zweigleisige Verbindung entstehen. Solange dauern die Arbeiten an der Pottendorfer Linie, deren Ausbau die nötigen Taktverdichtungen im südlichen NÖ Raum ermöglichen und inklusive EU-Unterstützung insgesamt 663 Millionen Euro kosten soll.

Der Hennersdorfer Bahnhof heute.  |  NOEN, Johannes Taschler

Der Hennersdorfer Bahnhof in naher Zukunft.  |  NOEN, Johannes Taschler

Die Pottendorfer Linie verläuft über Wampersdorf (Gemeinde Pottendorf) und stellt eine wichtige Ergänzungsroute zur Südbahn dar. Der Ausbau der Linie schaffe „die Voraussetzungen für ein besseres Angebot im Fern- und im Nahverkehr für tausende Pendler südlich von Wien. Zusätzlich sichern die Ausbaumaßnahmen auf Jahre Arbeitsplätze und daraus resultierend die Wertschöpfung in der Region“, schildern die ÖBB den Mehrwert des Bauprojektes.

Die Hälfte der Strecke ist bereits geschafft

28 der insgesamt 52 Kilometer langen Strecke wurden bereits erneuert und zweigleisig ausgebaut. Derzeit erfolgt der Ausbau der Strecke zwischen Hennersdorf und Münchendorf – das sind 13,4 Kilometer. Der Ausbau beinhaltet die Errichtung eines zweiten Gleises sowie die Modernisierung der Bahnhöfe Hennersdorf, Achau und Münchendorf. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Super-Nebeneffekt: Kreuzungen fallen weg

Im Vordergrund steht allerdings auch die Auflassung sämtlicher Eisenbahnkreuzungen im Projektgebiet. So wird sich auch der Hennersdorfer Bahnhof in Hochlage befinden und der Straßenverkehr der Hauptstraße L2008 künftig unterhalb der Bahngleise geführt werden.

Die neuen Bahnhöfe sollen außerdem komplett barrierefrei gestaltet werden. Alle Bahnsteige werden via Lift erreichbar und die Bahnsteighöhe auf das Niveau moderner Nahverkehrszüge ausgelegt sein, was ein stufenloses Ein- und Aussteigen ermöglicht. Auch an überdachte Park & Ride- beziehungsweise Bike & Ride-Anlagen wurde gedacht.

In nächster Zeit wird es gelegentlich zu Straßensperren und lärmintensiveren Phasen kommen. „Wir wollen die Baumaßnahmen so effizient wie möglich gestalten und die Beeinträchtigung möglichst gering halten“, erklären die ÖBB.