Erstellt am 27. März 2016, 07:04

von Johannes Taschler

Hasen Mangelware. Zahlreiche Waidmänner aus dem Bezirk folgten der Einladung von Johannes Unterhalser zur Versammlung.

Vizebürgermeister Josef Spazierer, SPÖ, Bezirksjägermeister Johannes Unterhalser, Landwirtschaftskammer-Obmann Johann Tröber und Bezirkshauptmann Philipp Enzinger (v.l.).  |  NOEN, Johannes Taschler

Am Samstag lud Bezirksjägermeister Johannes Unterhalser zum Bezirksjägertag in die Biedermannsdorfer Jubiläumshalle und zog Bilanz: „Beim Rehwild sind wir gut unterwegs. Zwar waren die Kitze nicht sehr stark, aber das ist möglicherweise auf die Trockenheit zurückzuführen.“ Was das Rotwild betrifft, ersucht er, in Zukunft „beim weiblichen Tier mehr Druck zu machen“. Große Sprünge seien allerdings beim Schwarzwild zu erkennen. So wurden 2011 261 und im Jahr darauf gleich 584 Stück geschossen.

„Bei den Hasen haben wir im Vergleich zum Vorjahr nur die Hälfte erwischt“, merkte Unterhalser an. Mit dem Fasan verhalte es sich genauso. Die Ursachenforschung hätte bereits begonnen.

Wir geben nach wir vor unser Bestes,
um die Landwirtschaft zu schützen“,
Bezirksjägermeister Johannes Unterhalser

„Wir geben nach wir vor unser Bestes, um die Landwirtschaft zu schützen. Vor allem sicherheitstechnisch waren wir sehr gut unterwegs“, schließt Unterhalser den statistischen Bericht ab.

Bezirkshauptmann Philipp Enzinger gab auch als Jäger Anweisungen, wie man mit Jagdgegnern umzugehen hat, die beginnen, das Wild zu verscheuchen. „Wir Jäger sind im Recht. Dennoch müssen wir strategisch klug handeln, wenn wir es mit aggressiven Jagdgegnern zu tun haben“, appellierte Enzinger. Es ginge den Gegnern „nur darum, zu provozieren“. Es sei Aufgabe des Jagdleiters, den Störenden darauf aufmerksam zu machen, dass „hier eine Gesellschaftsjagd stattfindet. So steht es im Gesetz. Nur dann ist ein Störender als solcher zu beurteilen und die Polizei darf herangezogen werden“.

Außerdem empfiehlt Enzinger, die Jagd bei einer Störung zu unterbrechen, alle Schusswaffen außer Sichtweite zu bringen und Schreiduelle zu vermeiden. „Wir können die Situation auch einfach mit dem Handy dokumentieren“, schlägt er vor.