Erstellt am 04. Februar 2016, 06:53

von Johannes Taschler

Diendorfer verärgert über Gerüchte. Derzeit gehen Gerüchte über Flüchtlings-Vorfälle um. tralalobe-Einrichtungsleiter Andreas Diendorfer klärt auf.

Bemüht sich stets um seine Schützlinge: Einrichtungsleiter Andreas Diendorfer.  |  NOEN, privat

Gerade noch herrschte große Aufregung über die Tatsache, dass acht Flüchtlinge an einem in den Räumlichkeiten der Volksschule stattfindenden Deutschkurs teilnehmen – die NÖN berichtete. 60 Prozent der Teilnehmer an einer Online-Umfrage finden das übrigens in Ordnung.

Nun kursiert ein weiteres Gerücht, das für Aufsehen sorgt: „Eine Person ausländischer Herkunft sei völlig betrunken und in einem Bett der Flüchtlingsunterkunft im eigenen Erbrochenen liegend vorgefunden worden“, lautet die Anschuldigung.

Der von der FPÖ verbreitete Vorfall hätte jedoch „so nie stattgefunden“, reagiert Einrichtungsleiter Andreas Diendorfer im NÖN-Gespräch. Es handle sich um „zwei verschiedene Vorfälle, die zwar mit Alkohol zu tun und wirklich stattgefunden haben, aber nun fälscherweise zu einem Vorfall vermengt worden sind“, erklärt er und möchte die Falschmeldungen im Folgenden klarstellen:

Vorfälle vermischt und zu einem verarbeitet

„Anfang Dezember gab es einen Vorfall, bei dem wir Polizei und Rettung geholt haben, da zwei einrichtungsfremde Jugendliche in volltrunkenem Zustand im tralalobe-Haus aufgetaucht sind. Einer der beiden wurde von der Polizei in die für ihn zuständige Einrichtung gebracht. Da die Identität des anderen nicht festgestellt werden konnte, hat er im tralalobe-Haus übernachtet. Eine Wegweisung in seinem Zustand wäre nicht verantwortbar gewesen.“ Die dafür zuständigen Betreuer hätten „die schwierige Situation sehr professionell gelöst und den Jugendlichen nicht, wie fälschlicherweise dargestellt, unbeaufsichtigt in seinem eigenen Erbrochenen liegen lassen.“

Der zweite Vorfall im Jänner betraf einen Jugendlichen aus dem tralalobe-Haus. „Die Polizei meldete einer Sozialarbeiterin, dass ein Jugendlicher öffentlich schwer alkoholisiert war. Als die Betreuerin eintraf, lag der Jugendliche in seinem Erbrochenen auf dem Boden. Zur Sicherheit wurde er im Spital versorgt und konnte schon am nächsten Tag zurück ins tralalobe-Haus gebracht werden“, schildert Diendorfer den zweiten Vorfall.

Das tralalobe Haus wurde bereits Ende 2015 vom Land NÖ geprüft und als vorbildliche Einrichtung eingestuft.