Erstellt am 17. Dezember 2015, 05:33

von Gerald Burggraf

Keine Flüchtlinge im Kinderheim. Gerüchte über Unterbringung von Asylwerbern im Kinderheim kamen auf. Stadt Wien dementiert.

Die omnipräsente Flüchtlingskrise ist erneut in Biedermannsdorf angekommen. Anlass für die brodelnde Gerüchteküche ist wie so oft in diesem Zusammenhang das ehemalige Kinderheim.

Wie die Gemeindeführung in einer Aussendung berichtet, habe es eine Begehung des Gebäudes durch den Haupteigentümer, die Stadt Wien, gegeben. Inhalt und Zweck seien aber unbekannt.

Die Befürchtung im Ort ist jedoch, dass die Bundeshauptstadt das Kinderheim als „Massenlager“ nutzen könnte. „Wir haben noch keine genauen Informationen“, berichtet Vizebürgermeister Josef Spazierer, SPÖ, im Gespräch mit der NÖN. Klar sei jedoch, dass sich die Gemeinde im Fall des Falles wehren werde, um das Vorhaben mit allen Mitteln zu verhindern.

Verkauf wird angedacht

Letztendlich stellten sich auf NÖN-Anfrage beim Fonds Soziales Wien die Befürchtungen jedoch auch dieses Mal als haltlos dar. Die für die Flüchtlingsunterbringung in der Bundeshauptstadt zuständige Organisation dementiert, Flüchtlinge im Ex-Kinderheim unterbringen zu wollen. Allerdings überlegen die Eigentümer, neben der Stadt Wien die Caritas, was mit Gebäude passieren sollen. Auch ein Verkauf steht im Raum.

Zeitgleich mit dem Kinderheim beherrscht ein zweites Thema den Ort. Ebenfalls als Gerücht kursiert ein angeblicher Einbruchsversuch durch Asylwerber aus dem tralalobe-Haus. Tatsächlich stelle sich die Situation anders dar, wie Simone Jagl von den Grünen betont.

Denn während die Jugendlichen im Supermarkt einkaufen waren, ging eine Geldbörse verloren. Der Verdacht fiel schnell auf die Burschen. Bei der – ergebnislosen – Untersuchung durch die Polizei mussten sie sich an einen Zaun eines Hauses in der Wiener Straße stellen. Dadurch entstand das Gerücht, die Jugendlichen hätten versucht, in das Gebäude einzubrechen.