Biedermannsdorf

Erstellt am 19. Juli 2017, 03:01

von Judith Jandrinitsch

Pläne für das Schloss. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) startet Vorerhebungen, wie das ehemalige Kinderheim zu nutzen ist.

Bürgermeisterin Beatrix Dalos, ÖVP, erwartet Einbindung in Planungsphase.  |  privat

Das Ankaufsverfahren ist abgeschlossen. Schloss Biedermannsdorf steht im Eigentum der Bundesimmobiliengesellschaft. Der Gemeinderat der Stadt Wien hat schon seinen Sanctus zum Verkauf des Schlosses gegeben.

Sabine Gaggl, Sprecherin der BIG, erklärt auf NÖN-Anfrage zur geplanten weiteren Vorgehensweise: „Vor wenigen Tagen, exakt am 13. Juli, erfolgte die Schlüsselübergabe im Rahmen einer Begehung vor Ort.

Als Nächstes werden verschiedene Vorerhebungen wie zum Beispiel Verkehrs- und Raumplanungsgutachten beauftragt. Die Ergebnisse fließen in ein Qualitätssicherungsverfahren ein, das noch dieses Jahr startet. Im Rahmen des Qualitätssicherungsverfahrens erarbeitet die ARGE Development – eine auf Projektentwicklungen spezialisierte BIG-Konzerngesellschaft – gemeinsam mit Experten aus den Bereichen Architektur, Stadt- und Verkehrsplanung sowie Vertretern der Marktgemeinde Biedermannsdorf potenzielle Nutzungsvarianten für Bildung und Wohnen.“

Ziel des Qualitätssicherungsverfahrens sei die Schaffung eines Bebauungs- und Nutzungskonzeptes, das durch Berücksichtigung aller relevanten Rahmenbedingungen und Interessen ein hohes Maß an Qualität und Umsetzbarkeit gewährleiste. Bürgermeisterin Beatrix Dalos, ÖVP, sagt zur geplanten Arbeitsgruppe: „Es ist klar, dass man die Gemeinde auch einbinden wird müssen. Ohne uns wird es nicht gehen. Wir haben erwartet, dass die BIG evaluieren wird, welche Möglichkeiten das Schloss bietet. Ich dachte mir nur, dass dieser Prozess rascher in Schwung kommen wird.“

Dass in absehbarer Zukunft rasch eine Entscheidung getroffen wird, das erwartet Bürgermeisterin Dalos nicht. „Bevor nicht die Nationalratswahlen vorüber sind, wird sich nicht viel tun“, befürchtet die Ortschefin.