Biedermannsdorf

Erstellt am 02. Juli 2016, 08:13

Weg mit der Ampel?. Ein Kreisverkehr mitten im Ortszentrum? Diese Frage erhitzte die Gemüter des Gemeinderates in der letzten Sitzung.

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Die „Wildenauer“-Kreuzung mitten im Ort wird durch eine Ampel geregelt. Doch diese ist in die Jahre gekommen, ein Relais müsste ausgetauscht werden, das gar nicht mehr hergestellt wird.

Also stellte Baureferent Wolfgang Heiss, ÖVP, den Plan vor, das Verkehrskonzept bei dieser Kreuzung generell zu überdenken und durch eine Machbarkeitsstudie auszuloten, ob statt der Ampel nicht ein Kreisverkehr für mehr Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer sorgen würde.

Doch gerade die Verkehrssicherheit der Fußgänger würde durch einen Kreisverkehr massiv gefährdet werden – dieser Meinung ist Karl Wagner von den Grünen. „Fußgänger sind mit einem Kreisverkehr nicht kompatibel“, meinte Wagner, und Peter Schiller, SPÖ, ergänzte: „Da bin ich bei Ihnen.“ Verschärft würde die Situation dadurch werden, dass morgens besonders viele Volksschulkinder diese Kreuzung frequentieren.

Kreisverkehr im Zentrum - was bedeutet das?

Um herauszufinden, ob die Fußgänger tatsächlich mehr gefährdet würden, wies Heiss gebetsmühlenartig darauf hin: „Darum wollen wir ja eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, wo all diese Fragen geklärt werden sollen.“ FPÖ-Fraktionsobmann Christoph Luisser erklärte: „Eine Machbarkeitsstudie goutiere ich nicht. Bevor wir in die Details gehen, überlegt euch, was ein Kreisverkehr für das Ortsbild bedeuten würde. Die Frage ist: Will ich dort einen Kreisverkehr haben oder nicht.“

Seiner Meinung nach würde das einzig erhaltene historische Gebäudeensemble im Ort durch einen Kreisverkehr optisch massiv beeinträchtigt. Diesem Argument stimmte auch Wagner zu.
Nach längerer Diskussion entschied sich der Gemeinderat mit fünf Stimmenthaltungen (drei Grüne- und zwei FPÖ-Mandatare) und dem Nein von Luisser für die Machbarkeitsstudie.