Brunn am Gebirge

Erstellt am 30. April 2017, 02:09

von Raphaela Edelbauer

Baumfällung: Linden nachgepflanzt. Nachdem sich durch einen NÖN-Artikel die Bürger bei der Gemeinde meldeten, wird über einen Ersatz nachgedacht.

Auch in der Oswald-Meixner-Gasse musste gefällt werden.  |  Schuh

Bäume in Gefahr in Brunn am Gebirge? Nachdem die NÖN einen Artikel über die Fällung von zwei alten Linden am Römerweg veröffentlichten, meldeten sich Leser, die in der Fällung das Symptom einer generellen Tendenz sehen.

Thomas Schuh formuliert es ironisch: „Ein Baum im öffentlichen Raum ist eine gefahrengeneigte Anlage, verpflichtet die Gemeinde zur Baumpflege und Erhaltung der Verkehrssicherheit – eine völlig inakzeptable Verschwendung von Steuergeld. Ein Baum verstellt dringend benötigten Abstellraum für unserer ölfressenden Lieblinge.“ Er selber halte den Baumschnitt für überzogen und sei vor allem von den Fällungen in der Hruza-Straße „entsetzt, wo es zu einem vollkommenen Kahlschlag gekommen ist“.

Bürgermeister Andreas Linhart (SPÖ) reagiert nun auf die Vorwürfe: „Nachdem sich so viele Bürger darüber aufgeregt haben, werden wir nun überlegen, ob wir die beiden Linden nicht doch nachpflanzen. Zwar werden wir alle schon alt sein, bis sie so groß sind wie die alten, aber hier muss man den Wunsch der Bevölkerung respektieren.“

Eines lasse er aber nicht auf sich sitzen: „Die Hruza-Straße wird nächstes Jahr mit einem neuen Konzept saniert und es wäre absolute Verschwendung, jetzt damit zu beginnen, neu zu bepflanzen, wenn 2018 alles frisch gemacht wird. Dass wir bei solchen Alleen immer nachpflanzen, ist aber selbstverständlich.“