Brunn am Gebirge

Erstellt am 13. Oktober 2016, 07:07

von Raphaela Edelbauer

Schadenersatz nach Parkplatz-Falle. Nachdem viele mit ihren Klagen über die Parkpolitik des Böck scheiterten, hat eine Brunnerin nun Schadenersatz bekommen.

Der Stein des Anstoßes: der Privatparkplatz war nicht immer so eindeutig beschildert. Viele Freizeitgäste sind dadurch in die Falle getappt.  |  NOEN, Christoph Dworak

Und es ist doch möglich: Nach einer Vielzahl erzürnter „100tage-Sommer“-Gäste, einer geplanten Sammelklage durch Julius Meyer (die NÖN berichtete) sowie einem Bericht in der ORF-Sendung „Der Bürgeranwalt“, der der Causa gewidmet war, bekam nun eine Lenkerin Schadenersatz für das Abschleppen ihres Autos zugestanden.

Systematisch und teuer abgeschleppt

Zur Erinnerung: Auf einem vorerst schlecht markierten Privatparkplatz vor dem Seehotel Böck wurde systematisch und empfindlich teuer abgeschleppt.

Monika Moser, Ex-Vizebürgermeisterin aus Brunn, hat mit ihrem Anwalt Maximilian Kocher das Hotel Böck direkt geklagt; nicht, wie viele andere den Abschleppdienst: „Das Hotel hat den Schadensersatz gezahlt, noch ehe es zu einem Gerichtsprozess kam. Ich muss aber dazu sagen, dass ich das Schild nicht gesehen habe, und mich sicherlich dort nicht absichtlich hinstellen würde.“

Sammelklagen-Initiator sieht Wende

Sammelklagen-Initiator Julius Meyer ist indessen begeistert: „Das würde für uns eine neue Wende bedeuten. Denn alles, was sich in der Zwischenzeit getan hat, ist, dass den meisten von uns vom Richter geraten wurde, einem Vergleich zuzustimmen, um die Kosten nicht weiter in die Höhe zu treiben. Ich hoffe nur, dass der Anwalt der Dame mit mir in Kontakt treten wird“, so Meyer.

Das Hotel Böck war zu einer Stellungnahme zum aktuellen Fall nicht bereit.