Erstellt am 04. Februar 2016, 04:58

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Ende einer Polit-Ära. Nach 33 Jahren Engagement für die Gemeinde sagt der längstdienende Mandatar Walter Wukowits (SPÖ) nun Adieu.

Politischer Ruhestand: Walter Wukowits.  |  NOEN, Gaby Schätzle-Edelbauer
Mit 33 „Dienstjahren“ ist Walter Wukowits (76) der Mandatar der Gemeinde Brunn, der am längsten im Amt war. Nun schied er aus. Der SP-Mann war immer mit Leib und Seele für seine Heimatgemeinde tätig, in den Referaten für Soziales und Gesundheit, Bauen, Wohnen und Verkehr, Wirtschaft und Tourismus und ganz besonders gern als stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

„Letzteres wollte ich zu Beginn gar nicht, dann ist mir diese Tätigkeit doch sehr ans Herz gewachsen“, so Wukowits, der in all diesen Jahren auch einige Bürgermeister hat kommen und gehen sehen: Franz Weiss, an dessen joviale Art und seine Sangesfreudigkeit er sich gerne erinnert, Ernst Nakladal, Weiss’ Tochter Helga Markowitsch und natürlich den nun amtierenden Ortschef Andreas Linhart.

„Ich habe überall das Positive mitgenommen“, betont Wukowits, der sich immer als Mann des Konsens’ sah und noch immer sieht: „Ich bin für das Gemeinsame, egal welche Fraktion, wir sind alle von den Brunner Bürgern dazu gewählt, um für den Ort das Beste zu tun, nicht um zu streiten.“

Sich zurückerinnernd bemerkt er, dass sich die politische Gesprächs- und Handlungskultur im Vergleich zu früheren Zeiten deutlich gebessert hat: „Man sucht mehr den Konsens, ich hoffe, das bleibt so.“
Dass sein Sohn Michael nun auch ein Gemeinderatsmandat übernommen hat, sei Zufall: „Er ist für einen anderen Gemeinderat nachgerückt, es ist keine Familiennachfolge.“

Tut weh, dass vieles zubetoniert wird

Walter Wukowits’ besonderes Anliegen war auch immer ein „grünes Brunn: Früher waren überall Wiesen und frei zugängliche Teiche, jetzt tut es manchmal weh, wenn man sieht, wie alles zubetoniert wird, auch wenn die Gemeinde nichts dafür kann“.

Leistbare Wohnungen für Brunner liegen ihm sehr am Herzen: „Früher war man froh, wenn man überhaupt eine Wohnung hatte, jetzt sind genügend da, aber sie sind nicht leistbar. Hier besteht Handlungsbedarf, ebenso wie in der Lösung der Verkehrsfrage und der Erhaltung eines ,grünen Brunn’“.
Franz Stadler übernimmt das Mandat von Walter Wukowits.