Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:42

von NÖN Redaktion

Flüchtlingsprojekt sorgt für Aufregung. Bewohner der Heidesiedlung wehren sich gegen Unterbringung von asylsuchenden Familien in ihrer Siedlung.

Hier, unweit der Autobahn, an der Kreuzung Heideweg und Hamerlinggasse, könnten Unterkünfte für Asylwerber entstehen, fürchten die Anrainer.  |  NOEN, Schätzle
„Hier sollen Unterkünfte für Flüchtlinge entstehen, unsere Grundstücke werden dadurch entwertet“, echauffieren sich die Anrainer der Siedlung rund um den Heideweg, seit ruchbar wurde, dass hier an der Kreuzung mit der Hamerlinggasse auf einem Wiesengrundstück Unterkünfte für Asylsuchende entstehen würden.

Rund 100 Unterschriften habe man bereits gegen das Projekt gesammelt, man wolle kein zweites Traiskirchen, fürchte Schmutz und Lärm. Auch sei es wohl Grünland, man habe die Bevölkerung nicht gefragt, ob sie das wolle. „Viele der Bewohner sind aufgebracht, weil man uns nicht informiert hat“, so die Anrainerin.

„De facto handelt es sich dabei um ein der Pfarre gehörendes Grundstück, das die Widmung Bauland/Sondergebiet hat“, so Bürgermeister Andreas Linhart, SPÖ. Die Pfarre stellt dies der Caritas zur Verfügung, damit dort Holzhäuser für Flüchtlingsfamilien entstehen können, Unterkünfte für rund 40 Personen (die NÖN berichtete).

Infoveranstaltung Ende Oktober

Linhart: „Das sind Familien, die von der Caritas begleitet werden, und alles ist ja nur vorübergehender Natur.“ Die Aufregung führt er auf soziale Medien zurück, „in denen es Gruppen gibt, die eher auf Verunsicherung als auf sachliche Information setzen.“

Und zum Thema Information der Bürger: Ende Oktober wird es eine Informationsveranstaltung der Pfarre und der Caritas geben. Bürgermeister Linhart dazu: „Die Gemeinde ist zwar nicht direkt involviert, aber ich werde aus Solidarität natürlich vor Ort sein.“

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