Erstellt am 18. November 2015, 06:03

von Raphaela Edelbauer

Räuber sind gefasst: Aufatmen bei Opfern. Der Tankstellenüberfall in Brunn am Gebirge ist geklärt. Die beiden verletzten Zivilpersonen sind darüber glücklich.

Die dramatischen Minuten wurden auf Video gebannt. Zwei junge Brunner, die sich den Räubern in den Weg stellten, kamen zum Glück glimpflich davon.  |  NOEN, LPD NÖ

Drei vorerst unbekannte, maskierte, mit CO-Revolver und Pfefferspray bewaffnete Täter überfielen am Samstag, 3. Oktober, kurz vor Mitternacht die Turmöl-Tankstelle in Brunn am Gebirge. Sie bedrohten die beiden weiblichen Angestellten und zwei anwesende männliche Kunden mit ihren Waffen und sprühten ihnen ohne Vorankündigung Pfefferspray ins Gesicht. Die NÖN berichtete.

Noch während des Überfalles kam es zwischen den beiden Kunden, einem Brüderpaar aus Brunn (19 und 23), und den Tätern zu einem Handgemenge, wobei der Jüngere durch drei Schüsse aus der Waffe am Oberkörper und Unterarm verletzt wurde. Die beiden weiblichen Angestellten (26 und 30) wurden durch den massiven Angriff mit dem Pfefferspray im Gesichtsbereich verätzt, die Täter flüchteten mit einer Beute von gerade einmal 700 Euro.

Spur führte zu fünfköpfiger Tätergruppe

Im Zuge der Erhebungen der Beamten des Landeskriminalamts NÖ, Raub- und Tatortgruppe, wurden im Umfeld der Tankstelle diverse Tatutensilien (Waffe, Tatkleidung, Maskierung) vorgefunden. Die Spuren führten schlussendlich zu einer insgesamt fünfköpfigen Tätergruppe. Drei indische und zwei österreichische Staatsbürger mit Migrationshintergrund (alle zwischen 18 und 23 Jahre) wurden observiert und in der Vorwoche mit Unterstützung von Bediensteten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) sowie von Beamten der WEGA Wien in Wien ausgeforscht und festgenommen.

Sie zeigten sich großteils geständig, den bewaffneten Raubüberfall verübt zu haben, und wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Die beiden Brunner, die sich den Tätern entgegengestellt hatten, sind erleichtert: „Wir sind natürlich sehr froh, dass die Täter gefasst wurden. Es ist zwar für uns alles gut ausgegangen, trotzdem würden wir uns beim nächsten Mal schon überlegen, ob wir uns einmischen. Nicht auszudenken, wenn es eine Pistole mit echter Munition gewesen wäre.“