Erstellt am 19. Mai 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Der nächste Crash: Jetzt reagiert Behörde. Am Sonntag krachte es erneut; noch dazu auf spektakuläre Art und Weise. Ein Pkw landete am Dach.

Erneut ein spektakulärer Crash auf der Kreuzung Gabrielerstraße/Grenzgasse. Ein Fahrzeug landete dabei am Dach, die Insassen krochen nahezu unverletzt aus dem Wrack.  |  NOEN, Florian Zach

Die Kreuzung Gabrielerstraße/Grenzgasse hat es in sich. Besonderer Verlauf der Vorrangstraße, Stopptafel, schlechte Sichtbeziehungen – all das bei erhöhtem Verkehrsaufkommen, seitdem Maria Enzersdorf die klosterseitige Gabrielerstraße zur Einbahn machte und somit noch mehr Verkehr Richtung Mödling über das unfallträchtige Plateau rollt.

Nach einem schweren Unfall im April gab’s einen von Anrainern initiierten Lokalaugenschein mit Mödlings Vizebürgermeister & Verkehrsstadtrat Gerhard Wannenmacher, Grüne, sowie Mödlings Polizeiinspektionskommandant Alois Geyrhofer.

Wannenmacher schlug damals die Aufbringung von Bodenmarkierungen – darunter „Tempo 40“ und „Andere Gefahren“ – vor, die Exekutive sagte zu, die Kreuzung genauer im Auge zu behalten.

Kreuzung muss sicherer gemacht werden

Eine Online-Umfrage via nön.at hatte eine eindeutige Präferenz für die Errichtung einer Ampelanlage (38 Prozent) gebracht.

Am Sonntagnachmittag der nächste Crash; einer der spektakulären Art. Zum Glück ohne schwer verletzte Personen, zumal ein Unfallauto am Dach und noch dazu am Gehsteig zum Liegen kam. „Nicht auszudenken, wenn da gerade jemand gegangen wäre“, sind die Anrainer schockiert.

Maria Enzersdorfs Bürgermeister Johann Zeiner, ÖVP, weiß, dass „auf der einen Seite zusätzliche Tafeln gegen zu wildes Fahren an solchen neuralgischen Punkten nicht allzu viel bringt. Auf der anderen Seite werden wir uns dennoch beim Kuratorium für Verkehrssicherheit erkundigen, wie man diese Kreuzung sicherer machen kann“.

"Es gibt kostengünstige Maßnahmen"

Wannenmacher verweist auf das gemeinsam mit Maria Enzersdorf in Auftrag gegebene Sicherheitskonzept und ist frustriert. „Gegen Autofahrer, die sich nicht an die Regeln halten und den Nachrang ignorieren, hilft vermutlich nicht einmal eine Ampel.“

Für Maria Enzersdorfs Vizebürgermeister Stöhr, Aktive sind „ewige Zugeständnisse zu wenig, denn die Unfallhäufung ist signifikant. Es gäbe kostengünstige Maßnahmen wie Markierungen, um hier auch wirklich einmal etwas zu unternehmen“.

Bezirkshauptmann Philipp Enzinger stellte auf NÖN-Anfrage klar: „Wir werden in den nächsten Tagen eine Verkehrsverhandlung anberaumen, wo wir alle möglichen Maßnahmen diskutieren werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.“