Erstellt am 24. September 2015, 05:17

von Daniela Purer

Die Vielfalt erhalten. Der neue Verein in Hennersdorf, die BoboFarm, setzt auf die Menge der Arten, anstatt auf die Menge der Produktion.

Brigitte Czettel, Christine Tröger, Tünde Gastgeb und Renate Stagl (v.l.) bei der Arbeit auf einem Feld der »BoboFarm«.  |  NOEN, Purer

Mit dem Slogan "säen, ernten, bewahren"; hat es sich der neue Verein "BoboFarm" zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt von Kulturpflanzen zu erhalten. Entstanden ist der Verein im Jahr 2014, als Obfrau und Gründerin Tünde Gastgeb einen sozialen Beitrag in der Gemeinde leisten wollte.

„Wir haben bereits 65 Mitglieder“

Gastgeb: „Wir haben ein etwa 8.000 Quadratmeter großes Grundstück in der Teichfeldgasse gepachtet, welches seit Jahren brach gelegen ist und setzten erst 100 verschiedenste Baumsorten auf ungefähr 2.000 Quadratmeter.“ Dem folgten schon bald Beerensträucher sowie elf Sorten Erdäpfel, Paradeiser und verschiedenstes Gemüse wie Spinat, Kohlrabi und Radieschen.

Beim Verein steht Artenvielfalt im Mittelpunkt. „Wir wollen nicht Mengen produzieren, sondern setzen auf Artenvielfalt. Von allem soll ein bisschen etwas zur Verfügung stehen“, so Gastgeb. Mittlerweile besteht die BoboFarm aus 65 Mitgliedern. „Unsere aktiven Mitglieder erhalten für ihre Arbeitsstunden ein Bezugsrecht für unser Gemüse, erklärt Gastgeb. Alle anderen können das Ergebnis der Anbauarbeiten zu Marktpreisen erstehen. Im Moment laufen die Vorbereitungen auf den Winter. „Wir versuchen gerade, alles Mögliche auszuprobieren, um unsere Produkte ohne Tiefkühlschrank haltbar zu machen.“

Mehr Informationen unter: www.bobofarm.at