Erstellt am 30. November 2015, 15:15

Drei Brandeinsätze zur gleichen Zeit. Noch bevor das herannahende Sturmtief den Bezirk Mödling mit Windböen bis zu 120 km/h traf, mussten drei Brandeinsätze gleichzeitig in den Gemeinden Wiener Neudorf, Perchtoldsdorf und Maria Enzerdorf gelöscht werden. Der erste Brandeinsatz ereignete sich im IZ NÖ Süd im Gemeindegebiet von Wiener Neudorf.

 |  NOEN, zVg

Der erste Brandeinsatz ereignete sich im IZ NÖ Süd im Gemeindegebiet von Wiener Neudorf. In einem Industriebetrieb geriet aus bislang unbekannter Ursache am 29. November 2015 eine Papiertrocknungsanlage in Brand. Diese Maschine ist etwa 60 m lang und geriet ca. in der Mitte in Brand. Engagierte Mitarbeiter versuchten den Brand noch rechtzeitig zu löschen, konnten jedoch nur mehr den Feuerwehrnotruf absetzen. Der Brand war zu diesem Zeitpunkt schon zu weit ausgebreitet.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Lagerhalle völlig verraucht. Die Evakuierung funktionierte vorbildhaft. Ein Atemschutztrupp begab sich mit einem C-Rohr zu Löschmaßnahmen ins Innere der Lagerhalle. Um den Brand effektiver bekämpfen zu können, entschied Einsatzleiter HBI Walter Wistermayer, ein Schaumrohr einzusetzen.

Um ausreichende Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben, wurde die Freiwillige Feuerwehr Mödling zur Unterstützung alarmiert. Der Brand konnte äußerlich zwar gelöscht werden, jedoch herrschten im Inneren der Trocknungsanlage noch immer rund 200 Grad. Deshalb wurde eine Löschlanze gezielt in Stellung gebracht. Mit dieser Maßnahme konnten etwaige Glutnester erfolgreich bekämpft werden.

Ein Brand war nicht genug

Während noch Nachlöscharbeiten in Wiener Neudorf im Gange waren, ereigneten sich fast zeitgleich zwei weitere Kleinbrände. Um 1:11 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Perchtoldsdorf und um 1:24 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Maria Enzersdorf alarmiert.

Die Feuerwehr Perchtoldsdorf musste einen Brand in der Rabensteinergasse und die Feuerwehr Maria Enzersdorf einen Brand In den Schnablern bekämpfen. In Maria Enzersdorf geriet ein Holzstoß in Brand. Beim Eintreffen stand dieser in Vollbrand. Mit einem C-Rohr unter Atemschutz konnte der Brand schnell gelöscht werden.

Abschließend wurde der Holzstoß verteilt und etwaige Glutnester abgelöscht. Gegen 2:15 Uhr konnten alle vier Feuerwehren wieder in die Feuerwehrhäuser einrücken bevor die stürmische Nacht begann. Insgesamt standen 84 Mitglieder mit 14 Fahrzeugen bei den Bränden im Einsatz.