Mödling

Erstellt am 13. Oktober 2016, 06:27

von Christoph Dworak

Die Suche nach einer Gesamtlösung. Zukunft ungewiss Dass der Betrieb im Freizeitzentrum nicht mehr aufrecht zu erhalten ist, ist allen klar. Alleine, es fehlt am Geld.

Die Mödlinger Eishockeyspieler jubeln zwar über Tore, nicht aber über die Heimstätte. Eine Überdachung ist schon alleine von der Witterung her eine unabdingbare Lösung.  |  NOEN, uecmoedling

Keine Gemeinderatssitzung ohne Beschluss, am einen oder anderen Rädchen im Stadtbad zu drehen. Dieses Mal wurde eine etwa 16.000 Euro teure Investition für die „Sauna im Grünen“.

SPÖ-Klubsprecherin Silvia Drechsler „bleibt selbstverständlich nichts anderes übrig, als zuzustimmen. Ich vermisse aber ein Gesamtprojekt für eine nachhaltige Verbesserung der Freizeiteinrichtung“.

So sei der Eislaufplatz zu Beginn der Vorjahressaison „eigentlich am Ende gewesen und wurde notdürftig um viel Geld betriebsbereit gemacht. Jetzt beginnt erneut das große Zittern, ob das Kühlsystem dicht ist“.

Die SPÖ fordere „seit Jahren eine Eishalle, geringeren Energieverbrauch, längere Betriebszeiten für die Vereine und den Publikumslauf, Eissicherheit bei jedem Wetter. Dann wäre es möglich, ein Betreiberkonzept für das restliche Freizeitzentrum mit Freibad, Hallenbad und Sauna zu entwickeln“, merkte Drechsler an.

Jetzt beginnt erneut das große Zittern, ob das Kühlsystem dicht ist“,

SP-Klubsprecherin Silvia Drechsler

Als zuständiger Bad- und Finanzstadtrat holte Vizebürgermeister Ferdinand Rubel, ÖVP, zu einer umfassenden Erklärung aus: „Es ist kein Geheimnis, dass wir mit der Technik für den Eislaufplatz im Freien am Ende sind. Da spielt aber auch der Klimawandel mit. Im Vorjahr mussten wir die Eisfläche viermal erneuern. Wir sind uns bewusst, dass es zumindest ein Dach braucht, um die gesamte Palette an Nutzern – vom Eishockey über Eiskunstlauf bis hin zum Publikumseislaufen – aufrechterhalten zu können.“

Der ins Auge gefasste Standort am Sportgelände in der Jakob Thoma-Straße sei auch vom Land her als ideal beurteilt worden. „Dort könnten wir auch die Öffnungszeiten erheblich erweitern“, merkte Rubel an. „Ich kann mir einen bis zu 9-monatigen Betrieb vorstellen.“

Woran alles scheitere, sei „das liebe Geld. Unsere realen Kostenschätzungen haben Investitionen in der Höhe von etwa 5 Millionen Euro ergeben. Leider ist noch nicht klar, wie viel wir an Förderungen erhalten werden. Da laufen noch die Verhandlungen“.

Neuerlicher Kraftakt ist nicht ausgeschlossen

Rubel zeigte sich aber optimistisch: „Es ist uns bereits einmal gelungen, binnen kurzer Zeit eine 7-Millionen-Investition außerordentlich zu finanzieren“, erinnert er an die Adaptierung der Kindergärten für Zweieinhalbjährige.

Aber „wir müssen auch Hallenbad und Sauna in Schuss halten“, deshalb sei vorerst das Stückwerk, was den laufenden Betrieb betreffe, erforderlich.