Erstellt am 13. Juli 2016, 03:38

Gefährliche Route. Wieder kam es auf der Hauptstraße zu einem Unfall, als ein Auto die Radspur zum einparken queren musste.

Links die Straße, rechts der Parkplatz: Heidemarie Freudensprung wurde die Anordnung des Radweges zum Verhängnis.  |  NOEN, Stiefel

Der Radweg entlang der Mödlinger Hauptstraße ist wieder einer Verkehrsteilnehmerin zum Verhängnis geworden. Erst vergangenes Jahr war es auf der Route zu einem Unfall gekommen, bei dem sich ein Radfahrer den Arm gebrochen hatte – die NÖN berichtete.

Auch Heidemarie Freudensprung kam auf der Strecke zu Sturz: Die 58-jährige Mödlingerin war in Richtung Bahnhof unterwegs, als ein Wagen vor ihr in eine Parklücke reversierte. Dabei wurde sie vom Fahrzeug erfasst und leicht verletzt.

Das Problem ist ein Altbekanntes: Durch die Anordnung Straße – Radspur – Parkplatz queren Pkw immer wieder den Weg der Radler. Dabei oder durch schlecht geparkte Fahrzeuge kommt es immer wieder zu riskanten Ausweichmanövern und infolgedessen auch zu Stürzen.

"Schwamm drüber"

„Schwamm drüber“, nimmt Freudensprung den Unfall gelassen hin. „Ich habe mich nach dem Sturz bei der Gemeinde erkundigt, was gegen dieses bekannte Problem der kreuzenden Wagen gemacht wird. Da bin ich aber leider ziemlich abgeblitzt, Vizebürgermeister Gerhard Wannenmacher hat mir lediglich erklärt, dass der Radweg der EU-Norm entspricht.“

Tatsächlich sei nicht die Gemeinde, sondern die Bezirkshauptmannschaft Mödling für die Strecke verantwortlich. Bezirkshauptmann Philipp Enzinger bestätigt: „Da es sich um eine Hauptverkehrsroute handelt, gelten für die Straße und den parallel verlaufenden Radweg eigene Gesetze und Regelungen, die aber alle eingehalten werden.“ Zur Anordnung der Fahrbahnen sagt er: „Die Pläne wurden vor dem Umbau der Hauptstraße seitens der Gemeinde vorgelegt. Wir haben sie geprüft und sie als fachlich vertretbar empfunden. Wir als verantwortliche Behörde haben noch keine Beschwerden zu den nebeneinander verlaufenen Fahrbahnen bekommen.“

Zum Unfall von Freudensprung meint Enzinger: „Das ist natürlich bedauerlich. Um solche Zusammenstöße zu verhindern, müssen alle Verkehrsteilnehmer – sowohl Auto- als auch Radfahrer – in dem geteilten Bereich aufeinander Rücksicht nehmen.“

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